Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 413
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-b-4^> NÜRNBERGER HANDWERKSKUNST -(^^

FERDINAND SEMMELROTH

ELFENBEIN-DOSEN

EMMA VOLCK

LEDER-DOSEN (BATIK-ARBEIT)

Künstlerisches zu leisten.Diese
Fähigkeit ist der eigentliche
Hauptschlüssel für das schwierige
, eben heutzutage so häufig
behandelte Problem, wie die
Kunst am besten ins Volk zu
tragen sein möchte, und gerade
Vereinigungen wie die „Nürnberger
Handwerkskunst" sind
nicht zum letzten berufen, an
der Lösung dieser wichtigen
Kulturaufgabe mitzuarbeiten.

So trefflichen und verschiedenartigen
Einflüssen Jahr für
Jahr ausgesetzt, angeregt, erfrischt
, zum Nachdenken über
das Problem des Schönen und
zu selbständigem Schaffen ermuntert
, wie es von vornherein
in dem mit weiser Umsicht
erdachten Plane der Meisterkurse
gelegen hatte, bei denen
gerade durch den Wechsel der
Lehrerund LeiterStabilität und
Stagnation und alles Schwören
in verba magistri vermieden
werden
sollte, ist das
neue Nürn-
bergerKunst-

gewerbe
mehr und

mehr erstarkt
, und
von der inzwischen
erreichten
Leistungsfähig
keit
gab jene
Weihnachtsausstellung
den günstigsten
Begriff.

Die dekorative
Anord-

SEBASTIAN SCHROBENHAUSER
GESCHNITZTER HANDSPIEGEL

FERD. SEMMELROTH « SCHMUCKKÄSTCHEN MIT ELFENBEIN - SCHNITZEREI

nung und Ausstattung der
Räume, unter denen namentlich
der erste, als Elitesaal gedachte
, durch festlich heitere
Stimmung ausgezeichnet war,
wie sie durch das leuchtende,
mit Gelb, Grau und Schwarz
nur spärlich dekorierte Weiß
der Wände und Wölbungen sowie
durch die reichliche Verwendung
von Tannengrün und
gelben und violetten Vorhängen
hervorgerufen wurde, rührten
von Martin Eberlein her,
der überdies auf der Ausstellung
mit einer ganzen Reihe
von Arbeiten vertreten war
und sich darin als überaus
vielseitiger, mit sicherem Geschmack
seine eigenen Wege
gehender Künstler erwiesen
hat. Sein starkes dekoratives
Können zeigte sich schon in
dem Portal, das, in der Supraporte
auf blauem Grunde die
Kronen der heiligen drei Könige
zeigend,
die Verbindung
zwischen
dem

Eliteraum
und dem eigentlichen
Weihnachtszimmer
mit
seinem von
roten undgel-
ben Glüh-

lämpchen
mild erstrahlenden
Tannenbaum
bildete
. Auch im

Entwerfen
von Möbeln

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