Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 420
(PDF, 147 MB)
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DIE KÖNIGLICHE PORZELLAN-MANUFAKTUR NYMPHEN BURG

EMANUEL VON SEIDL « VERKAUFSRAUM

und für so viele seiner Kollegen vorbildlich
gewordene Landschafter.

Wackeries Figuren leben noch
vom Geiste des Rokoko, das bei
ihm wohl derber auftritt als beim
vieux Saxe und den älteren Nym-
phenburger Modellen. Aber noch
ist es leicht zu erkennen an dem
holden, launenhaften Kauderwelsch
der Linie, an dem preziösen Charakter
der Bewegung. Zugleich freilich
erscheint das alles als höchst
moderne künstlerische Anschauung
, und eben in diesem innigen,
organischen Gemenge von Altem
und Neuem liegt vielleicht der eminente
Reiz dieser spröde und elegant
bewegten Gruppen und Puppen
. Ausgesprochen modern mutet
allein die Farbengebung an, in
der ein hervorragendes Tongefühl
und eine Art der Harmonisierung
herrscht, die an die besten japanischen
Holzschnitte erinnert.
Schließlich, was hier Geist des
Rokoko genannt wurde, ist vielleicht
nur der Geist des Porzellans,

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