Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 425
(PDF, 147 MB)
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MARGARETE VON BRAUCHITSCH « GESTICKTE WANDFÜLLUNGEN, GRÜN MIT BUNTEN BLUMEN U. VÖGELN (vgl. s. 435)

VEREINIGTE DEUTSCHE WERKSTÄTTEN FÜR HANDWERKSKUNST

Bis vor kurzer Zeit ward unser Kunstgewerbe
ein Ding ohne Vergangenheit geheißen
und auch so empfunden. Natürlich:
Jeder konnte noch mühelos bis an seine Anfänge
zurückblicken, und das Sehfeld, das sich
ihm dabei bot, war in seinen räumlichen Abmessungen
nur durch wenige markante Punkte
deutlich gemacht. Dieses Sehfeld hat sich in
jüngster Zeit aber rasch mit Ereignissen bevölkert
, die das Gefühl räumlicher (hier: zeitlicher
) Distanzen so lebhaft gestärkt haben,
daß wir sagen können: unser Kunstgewerbe

hat eine Geschichte. Und diese Geschichte
zeigt so recht, daß dieses Kunstgewerbe nicht,
wie anfangs gefürchtet werden konnte, etwas
Gedachtes und Gemachtes ist, sondern etwas
Lebendiges mit aller Launenhaftigkeit und Unberechenbarkeit
, die dem Leben anhaftet. Es
war etwas Lebendiges und geriet unter die
formenden Hände des Lebens; diese Hände
hätten es alsbald getötet, wäre es aus bloß
intellektuellem Stoffe gewesen. So aber ist
es erstarkt und hat, in der Sprache der Taktiker
zu reden, Positionen entschleiert, über

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deren Kraft auch die
Eingeweihten staunten
. Kurze Zeit mußte
es gegängelt werden,
wie das bei allem jungen
Leben nötig ist.
Dann kam der Moment
, wo es sich aus
eigener, unpersönlicher
Kraft zu bewegen
begann, und heute
ist es, das anfangs an
wenige Könner gebunden
war, stärker
als alle Persönlichkeiten
, die sich in seinem
Dienst bemühen. Darüber
mag manchem
Deutschen erst durch
die Anerkennung, die

Dekorative Kunst. XII. io. Juli 1909.

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