Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 469
(PDF, 147 MB)
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-sr^> SCHMUCKARBEITEN VON ARTUR BERGER <ö^~

sammeln, und darum unter
Verzicht auf eigene
künstlerische Tätigkeit
. Erst als er sich
allen technischen Gestaltungsmöglichkeiten
vollkommen gewachsen
fühlte, schränkte er die
reinhandwerkliche Ausarbeitung
fremder Entwürfe
ein und trat nun
selbständig als Künstler
hervor. Den Werken,
die er in dieser Weise
seit seiner Uebersiedelung nach Stuttgart, 1906,
schuf, eignet jene Ruhe und Einfachheit der
Form, die stets mit hoher handwerklicher
Kultur verbunden zu sein pflegt. Ob man eines

« goldenes ohrgehänge
mit stein « «









w







- "ä







der Armbänder aus
dünnen Goldstäbchen
und Lapisla-
zuli, seine Halskette
mit Email und

Malachitkugeln
oder sein silbernes
Teegeschirr
mit den mattgolden
schimmernden
Bernsteinknöpfen
und blauen Emailrändern
betrachtet, stets gewinnt man den Eindruck
, daß hier ein Künstler schafft, der genau
weiß, was er jedem Material zumuten darf,
ohne es zu vergewaltigen, doch unter Benützung
aller Möglichkeiten, die es der künstlerischen
Gestaltung bietet. j. Baum

brosche: lapis-lazuli mit
goldener fassung « • « «

NEUE BUCHER

»Form und Farbe« von Friedrich Naumann.
Buchverlag der >Hilfe«, G. m. b. H., Berlin-Schöneberg
1909. M. 2.—.

Friedrich Naumann, der in gleich starkem und
tiefem Sinne sozial, wirtschaftlich und künstlerisch
empfindende und vorahnende geistreiche Kulturkämpfer
unserer Tage, hat seine Gefühle und Auffassungen
über Kunst und künstlerisches Schaffen älterer
und neuerer Zeit in einer umfänglichen Reihe kleiner,
aber fein und sicher abgestimmter Plaudereien niedergelegt
, die im Laufe der Jahre in der >Hilfe« und in
der »Zeit« veröffentlicht worden sind. Eine Sammlung
dieser meist kurzen, aber inhaltsreichen und anziehenden
Essays bildet das soeben erschienene Buch »Form
und Farbe«, das sich äußerlich durch einfache aber
gute Ausstattung und billigen Preis auszeichnet.

Die in buntem Wechsel alle Gebiete der darstellenden
Kunst berührenden geistreichen Cau-
serien, die stets einem äußeren Anlaß, einer Ausstellung
, einer Neuerscheinung ihre Entstehung verdanken
, wollen einen wichtigen Vermittler zwischen
Kunstwerk und Schauendem bilden und diesem das
Wesen des Künstlers, die Seele des Kunstwerks, in
einer Weise näher bringen, wie sie ein feiner Beobachter
des inneren Lebens jeglicher Kunst mit
ahnendem Blick und Gefühl empfindet. Es sind
deshalb keine Kunstkritiken im gewöhnlichen Sinne,
sondern vornehmlich Einführungen in die Eigenart
dieses oder jenes Künstlers, dieses oder jenes Kunstwerkes
, Gedanken und Eindrücke, wie sie ein kunstfroher
und kunstempfindender Mensch durch die
überwältigende Macht schöpferischer Kraft und

goldene halsketten, die linke mit steinen, die rechte mit dunkelroter email und mondsteinen

ENTWURF UND AUSFÜHRUNG: ARTUR BERGER, STUTTGART

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