Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 20. Band.1909
Seite: 556
(PDF, 147 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_20_1909/0593
-^-^> POSENER BRUNNEN <^=^

einen Brunnen von Hugo Lederer, der auf
dem mittleren, mit Bäumen und Anlagen
versehenen Teil der breiten Wilhelmstraße
Aufstellung fand. Der Brunnen schließt
hier in seinem ausladenden Halbrund mit
den zwei vorgelagerten, in verschiedener
Höhe befindlichen Wasserbecken in angenehmer
Weise den oberen Teil der Straße
ab und belebt durch seine schlichten Formen
und sein reiches Wasserspiel das Straßenbild
und die mittlere Promenade auf das Vorteilhafteste
. Auch diesem erst vor wenigen
Wochen aufgestellten, ebenfalls in Muschelkalk
ausgeführten Brunnen fehlt noch die
mit den Farben der Umgebung vermittelnde

ignatius taschner-berlin

Patina des Steines und der Bronze, aus der
die auf dem oberen Rande ruhenden Delphine
und Putten bestehen.

Den kunstfördernden Bestrebungen Gustav
Kronthals um seine Vaterstadt verdankt auch
Posen außer einem Porträt von Zuloaga,
einer Landschaft von Goyens und noch
manch anderem den Besitz eines wertvollen
Bildwerkes in Bronze: die Badende von
Max Klinger. Versuche, dieses Kunstwerk
im Freien, in einem öffentlichen Park, an
parkähnlichen Promenaden aufzustellen, sind
nicht recht geglückt. Viel vorteilhafter dürfte
es sein, den kostbaren Besitz in angemessener
Verbindung mit einer Brunnenanlage in

Stein als Brunnenfigur
zu verwenden
und später vor dem
jetzt im Bau befindlichen
neuen
Theater, das Heilmann
& Littmann

ausführen, am
Kopfende der dort
von dem kunstsinnigen
Stadtgartendirektor
Hermann
Kube geplanten
Terrassen mit

davorliegendem
Wasserspiegel aufzustellen
. Allerdings
gehört zur
Schaffung einer
solchen Brunnenanlage
ein Künstler
, der die Fähigkeiten
und Kräfte
besitzt, das Werk
eines Meisters wie
Max Klinger mit
seiner eigenen
Schöpfung in reizvoller
harmonischer
Einheit zusammenzufügen
und zu verschmelzen
.

Hermann Warlich

BERICHTIGUNG

Die auf Seite 476
abgebildete Brunnenfigur
ist eine Arbeit
des Dresdener Bildhauers
P. Pils (nicht
Otto Pilz), was wir
brunnen in posen hiermit richtig stellen.

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