Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 21. Band.1909
Seite: 90
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VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN

gebh. fugel

Mit Genehmigung des Kunstverlags Max Hirmer, München

K

ARLSRUHE. Hans Thoma-Ausstellung im Kunstverein
. Unter den vielen Huldigungen und

>Flucht nach Aegypten«
zeit nennen wir die relig

Ehrungen, die dem großen
KarlsruherMeister anläßlich
der Feier seines
70. Geburtstages von seinen
Freunden und Verehrern
dargebracht wurden
, ist die große Ausstellung
seiner Werke im
Badischen Kunstverein
eine der schönsten und
sinnigsten. Sie gibt uns
weit über 100 Bilder und
Zeichnungen aus allen seinen
Schaffensperioden und
aus jedem Jahre und gewährt
uns damit einen vollkommen
systematischen
Ueberblick über die reiche
und vielseitige Entwicklungsgeschichte
der Kunst
des Meisters. Die meisten
der Leihgaben stammen
aus Privatbesitz, einige
aus dem des Großh. Hauses
und aus dem der Museen
in Dresden und Hamburg
. Am besten ist, neben
der Jugendzeit des Meisters
, die Frankfurter Blüteperiode
mit den vollendeten
Meisterwerken des tiefen
und satten Goldtones
vertreten, wir erinnern hier
nur an die wundervollen
Bilder »Christus undNiko-
demus«, »Christus und die
Samariterint und die große

martin feuerstein hl. odilia

Mit Genehm, der Gesellschaft für christl. Kunst, München

abendmah l

Aus der Karlsruher Spät-
iösen Motive: »Die Versuchung
Christi«, >Christus
und Petrus« und »Christus
und Maria Magdalena« und
das gewaltige, eine ganz
neue Kunstweise des Meisters
charakterisierende
»Lauterbrunnental«, mit
der machtvollen ergreifenden
Schilderung der Hoch-
gebirgsnatur. Schließlich
ist noch ein Saal mit kunstgewerblichen
Arbeiten und
Entwürfen, in denen der
vielseitige Meister sich
neuerdings mit ausgesprochener
Vorliebe versucht,
vorhanden.

TV/f ÜNCHEN. Aus Anlaß
des 9. internationalen
Kongresses für Kunstwissenschaft
veranstaltete der
Kunst verein München eine
aufschlußreiche Ausstellung
von Münchner Malerei
des 18. Jahrhunderts.
Besonders nachdrücklich
waren Georg deMar£es,
der Schöpfer eigenartig verlebendigter
Repräsentationsbilder
, und Johann
Georg Edlinger, der
geistvolle Porträtist, der
am Ende des hier behandelten
Zeitraumes steht
und bedeutungsvoll ins
19. Jahrhundert hinüber-

O

90


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