Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 21. Band.1909
Seite: 229
(PDF, 181 MB)
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ANDERS ZORN

höchsten. Man muß auf Rembrandts Aetzun-
gen des nackten weiblichen Körpers zurückgreifen
, wenn man Seitenstücke zu Blättern
wie „Mein Modell und mein Boot", „Eine
dunkle Ecke", „Reparation" und dem in seinen
Werken so seltenen Repräsentanten des
Graziösen „Edö", das Mädchen auf der Schäre,
finden will.

Verschieden sind die Ziele, denen die großen
Künstler nachstreben, aber eines haben
sie doch gemeinsam, nämlich den Sinn für
das Echte. Die Sage von dem Riesen, der

durch Berührung der Erde neue Kraft bekam,
hat auch in der Kunst ihre tiefe Bedeutung.
Zorn erhält seine Kraft, wenn er den festen
Boden der Wirklichkeit berührt, wenn ertrotz
seines großen Genies auf demselben wie ein
Bauer arbeitet und mit dem ruhigen Selbstgefühl
des Bauern Gemälde, Skulpturen und
Aetzungen schafft, die, gerade weil sie tief
persönlich und durch und durch schwedisch
sind, in aller ihrer technischen Vollendung die
Ursprünglichkeit haben, die den großen Künstler
prägt.

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