Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 21. Band.1909
Seite: 541
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DIE MÜNCHNER JAHRESAUSSTELLUNG 1910 IM KGL. GLASPALAST

gepriesenen alten Griechen, flüstern uns die schaffen, ist ein besonderer Genuß — als Techhistorischen
Reminiszenzen ins Ohr. Moderne niker ist dieser Meister der Nadel und des Grab-
Glyptotheken sind ein Unding, eine ästhetische sticheis heute wohl unübertrefflich (Abb. S. 537).
Kuriosität. Und diese Säle hier sehen ein Böhles altdeutsche Manier, die gedankenbißchen
nach moderner Glyptothek aus. Daß schwere Phantastik und groteske Linienfüh-
Plattner, ein kernhafter Tiroler (Abb. S. 539), rung Uhls (Abb. S. 543), die realistische Por-
daß unser Münchner Landsmann Beyrer (Abb. trätkunst Eulers, Siecks und Bauriedls
S. 536), der graziöse Kleinplastiker Viertha- idyllische Landschaftspoesien, Bürcks philo-
ler, Bauer (Abb. S. 538), Hussmann u. a. gute sophische Dissertationen (Abb. S. 544), Weltis
Skulpturen zur Ausstellung brachten, soll durch urwüchsiger Schweizerhumor, Volkerts Wirk-
diese prinzipiellen Auseinandersetzungen nicht lichkeitsabschriften und Peters' farbenfreu-
in Abrede gestellt werden. dige Bewegungsstudien (Abb. S. 541) all
Zum Schluß die Graphik, die ja gerade in das sind Erscheinungsarten der großen graphi-
München, wo Peter Halm eine stattliche Schüler- sehen Formen- und Gestaltenwelt, deren Gren-
schar herangebildet hat, und wo der rührige „Ver- zen die Kunstästhetiker weiter umsteckten als
ein für Originalradierung" seinen Sitz hat, in selbst die der Malerei: mit dem Stift oder
üppigstem Flor steht! Bei dreihundert gra- der Radiernadel in der Hand darf man Mär-
phische Arbeiten in verschiedenen Techniken chenträumen nachhängen und in luftige Fernen
gibt's zu sehen. Halms Blätter zu studieren, schweifen, mit Pinsel und Palette muß man fest
besonders die sehr plastisch gearbeiteten Land- und breit auf der Erde stehen... g.j. w.

HELA PETERS

SERPENTINTÄNZERIN (RADIERUNG)
Münchner Glaspalast 1910

541


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