Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 94
(PDF, 172 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_22_1910/0112
HC

11 ■- 11 - 11 - I----

Es liegt in der Natur der
Sache, daß der Medaillenkünstler
, falls er nicht Spezialist
und ausschließlich
Kleinkünstler ist, zugleich
auch auf die Bronzeplastik
überhaupt seine Aufmerksamkeit
richtet. Man könnte
die Medaillenkunst eine Vorarbeit
für die große Bronzeplastik
nennen: das Gefühl
für den Charakter des Metalls
kann durch nichts so
geweckt werden, wie eben
durch die Medaille. — Es ist
sicher kein Zufall, daß die
moderne Plastik im allgemeinen
ebensowenig für die
Bronze als für die Medaille
übrig hatte. Bronze gilt heute
ganz allgemein als ein Mittel,
modellierte Plastik in einem
schönen und dauerhaften Material
zu erhalten, wobei
man höchstens den Farbenreichtum
des Metalls in Rechnung
zieht und sich darüber
klar ist, daß die dunkle Bronze

8

B

Hl

Können, immer größerer Po-
sitivität und Einfachheit der
plastischen Form zu verfolgen
. Die hier abgebildeten
gehören alle zu den reifsten
Arbeiten. Wir möchten der
Denkmünze für F. E. Schütte
den Vorrang zusprechen; wie
reif, stark und klar ist da die
Form gegeben, wie schön die
ornamentale Rückseite behandelt
! — Die Plakette, die
wir zugleich abbilden, — es
ist ein Wanderpreis für Turnspiele
in den Mädchenklassen
der Münchner Volksschulen
bestimmt — zeigt deutlich,
wie die verschiedene Größe
und die andere Herstellungsart
- es ist natürlich Gußtechnik
- zu einer anderen
Art der Formgebung führt,
wie aber doch auch hier
durch die wenigstens teilweise
durchgeführte Negativ-
Arbeit eine besonders metallgemäße
und plastisch-starke
Form erreicht ist.

FRITZ SCHUMACHER - HAMBURG □ DAS FRANZIUS-DENKMAL IN BREMEN

1 m " - 11 ^ "

3C=3H

94


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_22_1910/0112