Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 193
(PDF, 172 MB)
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P. PAEPCKE □ KÜCHENSCHRANK AUS FICHTENHOLZ U. KLEIDERSCHRANK AUS NATURFARBIGEM EICHENHOLZ

Boucle, eine Teppichart, die früher nur als
Läufer gearbeitet wurde, seit wenigen Jahren
jedoch in Größen bis 3 zu 4 m abgepaßt im
Handel sind, oder eine Cocosmatte; beides
ist heute schon in schönen ruhigen Farben
und gefälliger Musterung recht wohlfeil zu
haben. Das Büfett sollte für Mietwohnungen
nicht zu groß genommen werden, wo dies
aber aus besonderen Gründen notwendig oder
erwünscht ist, soll es so gebaut sein, daß es
sich für den Umzug leicht auseinandernehmen
und wieder zusammensetzen läßt. Für
Durchschnitts-Verhältnisse genügt aber ein
Büfett, wie das auf Seite 192 abgebildete, das
eine äußere Breite von 1.60 m hat, und dessen
Seitenschränke mit dem unteren Fach genügend
Raum zum Aufbewahren eines Porzellanservices
für zwölf Personen bieten. In
dem oberen Teil werden die Gläser, in den
Schiebläden das Silberzeug und das tägliche
Tischgedeck aufbewahrt. Statt der Kredenz,
die in der Form dem Mittelteil des Büfetts
entsprechen, nur etwas breiter und mit einem
niedrigen Aufbau versehen sein kann, genügt
vielfach auch das einfachere Serviertischchen,
das jedoch eine Schieblade und darunter einen
Fachboden zum Abstellen von Tischgerät haben
soll. Das Zimmer selbst muß, wie schon erwähnt
, eine Breite von mindestens vier Metern
haben, damit um den in der Mitte stehenden
Tisch noch bequem serviert werden kann.

Dem Wohnzimmer, das in der Dreizimmerwohnung
zum gemeinschaftlichen Aufenthalt
bestimmt ist, also nicht als sogenannte „gute
Stube" nur gelegentlich benutzt werden soll,
ist durch die Wahl der Farben und die Form
und Anordnung der Möbel der Charakter einladender
Behaglichkeit zu geben. Die Farben
können also dunkler, die Möbel standfester,
jedoch nicht plump sein. In erster Linie sind
dies ein großes, nicht zu flaches Sofa mit
einem praktischen Tisch mittlerer Größe und
einer Anzahl bequemer Stühle und Sessel verschiedener
Form. Dunkelgrau oder braun, ja
schwarz gebeiztes Eichenholz sieht hierfür
immer gut aus. Für die Möbelbezüge kommt
im Wohnzimmer vor allem Moquette in Frage.
Sind ganz gepolsterte Sessel zu teuer, so wähle
man statt ihrer einfache Stühle mit flacher
Sitz- und Rückenpolsterung und lasse ein
paar davon mit bequemen Armlehnen versehen
. Ist ein Erkerausbau vorhanden, was
für das Wohnzimmer, das stets viel Sonne,
Luft und Licht haben soll, nur erwünscht
ist, so ist dies der gegebene Platz für das Arbeitstischchen
der Hausfrau und den Blumen-

Dekorative Kunst. XIII. 4. Januar 1910.

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