Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 194
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BRUNO PAUL-BERLIN □ KLEIDERSCHRANK (vgl. seite 191)

nung nicht in jeder Wohnung unterbringen
läßt, wird vorgebeugt, wenn man sie so gestaltet
, daß man sowohl das Eckschränkchen
wie die beiden kleinen Sofas im Notfall für
sich allein stellen kann. Ein viereckiges Tischchen
ist hier praktischer als ein rundes, doch
ist darauf zu achten, die Tischbeine so zu
setzen, daß sie die auf den Sofas Sitzenden
nicht behindern. Ein heller kleingemusterter
Tapisseriestofr1, der je nach den zur Verfügung
stehenden Mitteln reine Wolle oder Wolle
mit Baumwolle sein kann, ist dann als Polsterbezug
vorzuziehen. Ist ein Schreibtisch erwünscht
, so soll man ihn nicht zu klein wählen
; ein gutes Durchschnittsmaß ist 120 zu
70 cm. Es empfiehlt sich, ihn im Gegensatz zu
dem Schreibtisch im Herrenzimmer auf hohe
Füße zu stellen; mit einer verschließbaren
Schieblade in der Mitte, je einem kleinen
Schränkchen an beiden Seiten und einem Aufsatz
mit einigen Schiebfächern wird er allen
Ansprüchen genügen. Schreibsessel mit gleich
hoher Seiten- und Rückenlehne, die in leicht
geschwungenem Bogen herausgearbeitet ist,
und mit flacher Sitz- und Rückenpolsterung
sind besonders bequem. Gegenüber dem dunklen
Eichenholz des Herren- und Speisezimmers
bietet im Damenzimmer naturfarbiges Mahagoniholz
eine angenehme farbige Abwechslung.

I

tisch, auf dessen schmückende Wirkung man
in keinem Wohnzimmer verzichten sollte.
Da gewachste Möbel unter der Feuchtigkeit
der Topfpflanzen und durch Wasserflecken
beim Gießen leiden, wähle man für ihn Rohrgeflecht
oder eines jener weißgestrichenen
lackierten Möbel, die heute schon in so vielen
guten und praktischen Formen zu haben sind,
immer schmuck aussehen und sich jedem
Interieur gut einfügen. Im Wohnzimmer hat
dann auch ein Bücherschränkchen mit verstellbaren
Fächern und eventuell das Pianino
seinen Platz, dessen Gehäuse man in Form
und Holzart genau den übrigen Möbeln anpassen
lassen sollte; das übliche schwarze
Instrument stört immer.

Stehen statt des einen gemeinsamen Wohnraums
ein Damen- und ein Herrenzimmer
zur Verfügung, so muß man dieser besonderen
Bestimmung auch in der Ausstattung Rechnung
tragen. Das Damenzimmer kann dann durch
hellere, lebhaftere Farben etwas eleganter gehalten
, das Herrenzimmer dem Beruf des Hausherrn
angepaßt werden. Im Wohnzimmer der
Dame wird sich dann eines jener gemütlichen
Eckarrangements empfehlen, die als Plauderecke
so viel zur Behaglichkeit eines Raumes
beitragen. Der Gefahr, daß sich diese Anord-

3t

PAUL PAEPCKE-MÜNCHEN
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WASCHTISCH

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