Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 262
(PDF, 172 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_22_1910/0299
WM

[um unermüdlich tatenfrohen und energischen Helfer
hatte er dabei Otto Prutscher gewonnen, der
vor kurzem als Professor an die Kunstgewerbeschule
berufen worden war, aus der er hervorgegangen.
So arbeiteten zusammen der lange bewährte Kenner
des Museums, an dem er besonders bei retrospektiven
Ausstellungen sich hervorgetan hatte, und als Beigeordneter
Einer aus der Sekundogenitur der benachbarten Unterrichtsanstalt.

Zu den am besten kennzeichnenden Merkmalen der Ausstellung
gehört es überhaupt, daß der Nachwuchs aus der Kunstgewerbeschule
zahlreicher denn je aufrückt und fast überall, wo ersichtlich
nach modernen Entwürfen gearbeitet wurde, sich verständnisvoll
bewährt. Denn nach den von der Museumsleitung ausgegebenen
programmatischen Erklärungen will sie „beitragen zur Ausgleichung
vorhandener Gegensätze und dem freien Spiel der Kräfte
einen Boden schaffen, auf dem alle tüchtigen Leistungen vor den
Augen der Oeffentlichkeit und zu deren Nutzen zusammenwirken
können". Damit ist aber keineswegs dem Grundsatze gehuldigt,
die Dinge, wie es ihnen eben beifällt, ihren Weg gehen zu lassen.
Man hat allerdings zwei oder drei Interieurs, die streng in einem
historischen Stil gehalten sind, und einige wenige Objekte aufgenommen
, die einem unbedingt modern gerichteten Geschmack
zuwiderlaufen, doch auch bei diesem, der sie als Gegenbeispiele
betrachten mag, um ihrer technischen Vorzüge willen Gnade finden
mögen. Unter den Erfüllungen, welche die Ausstellung gebracht
hat, ist als wichtigste zu erklären, daß die Bemühungen, die
Künstler den Handwerkern und Unternehmern zu nähern, dank
dem Entgegenkommen beider Teile durchaus geglückt sind. Manche
kapitalkräftige Industrielle sind sich ja der Vorteile dieser Verbindung
schon lange bewußt und haben dadurch dem modernen
Kunstgewerbe große Dienste geleistet. Man braucht nur an unsere
hervorragenden Glas- und Textilfirmen zu denken, die allerdings
vornehmlich Luxusbedürfnisse befriedigten.

umrahmung und initial nach zeichnungen von otto prutscher-wien

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