Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 380
(PDF, 172 MB)
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hermann katelhon-marburg

bleistiftstudie zu einer radierung

Monumentales an sich hat und ihren Zweck,
plastisch klar zu wirken, restlos erfüllt. Zu
den genannten wertvollen Vorzügen dieser
„Irdenware" kommt noch eine außerordentlich
glücklich gewählte Farbenskala der Gefäße
, die nach dem Gesetz der Komplementären
es ohne weiteres gestattet, für jede
charaktervolle Blütenfarbe die entsprechende
Farbe des Gefäßes zu wählen. Das ist auch
eine wesentliche Eigenschaft dieser schönen
Arbeiten. Das mühevolle,sachgemäße Brennen
der Gefäße, der zweite wichtige Abschnitt
bei der Erzeugung von Töpfereien, hat Töpfermeister
Karl Schneider in Marburg-Weidenhausen
mit ebensoviel Geschick als verständnisvollem
Eingehen auf die Wünsche des
Künstlers besorgt, so daß auch in dieser Hinsicht
tadellöse gebrauchsfähige Stücke aus

dem Ofen gekommen sind. Nur eines ist
an diesen einwandfreien keramischen Arbeiten
von Hermann Kätelhön, der auch, wie das
beigefügte Blatt der Elisabethkirche in Marburg
zeigt, ein außerordentlich feiner Zeichner
und Radierer ist, auszusetzen, ihr Preis, der
zwischen 6 M. und 30 M. für das einzelne
Stück schwankt. Wenn es auch Originalarbeiten
sind, die stets nur einmal existieren,
so möchte man doch lieber wünschen, der
Künstler versuchte in Zukunft auch, uns mehr
die auf diesem Gebiete noch immer in genügender
Auswahl fehlende gute Massenware
zu billigem Preise, höchstens 50 Pfg. bis 3 M.
das Stück, zu schaffen, dann würde er mit
solchen einfachsten Töpfereien eine große
künstlerisch-wirtschaftliche Forderung unserer
Tage erfüllen. Hermann Warlich

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