Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 388
(PDF, 172 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_22_1910/0439
I

ANHÄNGER VON J.ARNOLD

diese Werkstätten in der Folgezeit
genommen haben, so
wird man die Nichtausführung
des Gedankens sehr bedauern
müssen. Diese Anstalt
hier in Stuttgart und für
Stuttgart wirkend und durch
ihre Erfolge die anderen hiesigen
, technisch sehr leistungsfähigen
Betriebe mit
sich ziehend, das alles würde
Stuttgart auf dem kunstgewerblichen
Markte eine Stellung
verschafft haben, die es
nun wohl kaum mehr oder
doch nur in langer, zäher
Arbeit wird erreichen können
. Aber auch in der stark
eingeschränkten Gestalt, in
der der Gedanke verwirklicht
wurde, es wurden
1902 der Kunstgewerbeschule
Lehr- und Versuchswerkstätten
angegliedert —
hat er sich als sehr segensreich
erwiesen. Es kam so
doch wenigstens ein kleiner
Stab tüchtiger Vertreter der
angewandten Kunst ins Land,
außer Pankok, der seinen
Münchener Genossen Krüger
bald in der Leitung
der Anstalt ablöste, Haustein
, Hans von Heider,
Rochga und in loserer Verbindung
auch Cissarz, die
nun alle durch eigenes Schaffen
wie durch Heranbildung
eines brauchbaren Nach-

GOLD. ANHÄNGER VON J. VRABEC

GÜRTELSCHLIESZE VON J. ARNOLD

SILB. ANHÄNGER VON G. EPPLE
METALL WERKSTÄTTE PROF. HAUSTEIN

SILB. BROSCHE VON J. ARNOLD

Wuchses die Bewegung fördern
halfen.

Der wertvollste Gewinn
war natürlich Pankok, ein
Künstler von geradezu erstaunlicher
Vielseitigkeit und
Anregungskraft (es sei nur
aus letzter Zeit an seine
Tätigkeit für das Hoftheater
erinnert), ein ganz und gar
moderner Geist und darum
ein unentbehrliches Gegengewicht
gegen die romantisierende
Rustizität, die mit
der starken Künstlerpersönlichkeit
Theodor Fischers
einzog. Von solchen romantisierenden
Neigungen ist Pankok
völlig frei. Ihn graut es
weder vor Gegenwart noch
Zukunft, Technikern und Ingenieuren
, und so scheint er
als der Modernsten einer in
hervorragendem Maße grade
zum Heranbildner der künstlerischen
Jugend berufen zu
sein. Die bedeutsame Neuorganisation
des Kunstunterrichtswesens
in Stuttgart, die
Vereinigung von Akademie,
Kunstgewerbeschule und
Lehr- und Versuchswerkstätten
, die das Kultministerium
unter Fleischhauer
in Verfolg der von Kalkreuth
und Grethe gegebenen
Anregungen durchzuführen
gedenkt, wird in Künstlern
von der Vielseitigkeit und

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