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STEINZEUGKRÜGE b NACH ENTWÜRFEN VON RICHARD RIEMERSCHMID (1. 3) UND PAUL WYNAND (2. 4. 5)
AUSGEFÜHRT VON REINHOLD MERKELBACH, MÜNCHEN UND GRENZHAUSEN
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vortäuscht und doch Kunst sich in allen Erscheinungsweisen
offenbart, das sei erwähnt,
um die Einheit des Zusammenarbeitens zu
zeigen und zu beweisen, daß der Künstler
nicht nur zur Sensation benutzt wird, — wie
es so gern von denen, die einseitig im Literarischen
befangen sind, hingestellt wird —
sondern daß, indem man den Intentionen
weiterhin folgt, eine Idee diesem Programme
zugrunde liegt.
DAS DEKORATIVE PRINZIP
Nachdem im Malerischen eine Differenzierung
erfolgt war, die gleichsam die einzelnen
Elemente vornahm, sie erneuerte und
aus der Vielheit ein Bild schuf, das voll prik-
kelnder Reize war, meldete sich eine neue,
mehr dekorative Tendenz, die strenger
zum Ganzen strebte. Diese Etappe entsprach
der dekorativen Richtung im modernen Kunstgewerbe
, dem die Künstler zustrebten. Hierfür
ist Orliks Art ein Beispiel.
Orlik will keine Wirklichkeit vortäuschen.
Er strebt dahin, wirkliche Bühnenbilder zu
geben. Dabei achtet er auf die breite Flächenwirkung
. Er weiß, daß es gilt, zu vereinfachen
. Er ist besonders fein in Bildern,
die eine düstere, schwere Note haben, auf
denen er die Farben gewählt zusammenstellt.
Walser ist vielleicht eine reichere Natur;
Orlik ist intelligenter, wählender.
Orlik strebt zu einer oft plakatartigen Deutlichkeit
. Er unterstreicht schwere, dunkle
Farben, in den bunten Nuancen von düsterer
PAUL WYNAND
Pracht, wie slavische
Volkstracht, die dann
unvermittelt ins Grelle,
ins Prunkende übergehen
. Verhaltene Ekstase
schluchzt in dieser
Bändigung der Akkorde.
Man kann das „Win-
termärchen", das Reinhardt
im „Deutschen
Theater" in Berlin herausbrachte
, als Beispiel
gelten lassen; hierzu
schuf Orlik Dekorationen
und Kostüme.
Von höchstem Effekt
(in der angedeuteten
Kontrastart) war in der
Anfangsszene, diein den
königlichen Gemächern
PAUL WYNAND
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