Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 468
(PDF, 172 MB)
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G. HANSEL □ LAMPE IN MESSING STEH- UND WANDLAMPE IN BRONZE STEH LAMPE F. HANGEGAS, MESSING

AUSFÜHR.: BÖHME & HENNEN, DRESDEN ENTWURF: RICHARD MÜLLER; AUSFÜHRUNG: K. M. SEIFERT & CO., DRESDEN

das Interieur selbst, sondern nur die Maß-
und Lichtverhältnisse, die notwendig sind,
um in der Phantasie des Zuschauers eine
Raumvorstellung wachzurufen, wie sie der
Dichter in der betreffenden Szene fühlen läßt."

Als Ziel wird bezeichnet: „ . . . die Grundzüge
einer Schaubühne zu entwickeln, auf

der J. Drama und Darsteller sich frei nach
den eigensten Gesetzen ihrer Kunst zu einer
das moderne Empfinden wieder fesselnden
Höchstwirkung entfalten können und dabei
2. durch die von kunstwidrigen Fesseln befreite
, voll eingesetzte Kraft bildender Kunst
unterstützt werden. Sodann war 3. zu zeigen,

PETROLEUMLAMPE IN BRONZE

ENTWURF: RICHARD MÜLLER, DRESDEN

auf welche Weise die bildende
Kunst sich dieser Aufgabe entledigen
kann, ohne daß sie sich
zu einem Zugeständnis an ihr
wesensfremde Schablonen herbeiläßt
."

„Das Wesentliche des Künstler
-Theaters ist demnach nicht
zu suchen in technischen Neuerungen
, maschinellen Erfindungen
, Tricks und Apparaten,
sondern einzig in den architektonischen
Lösungen, durch
welche es der bildenden Kunst
gestattet wird, dem Drama und
dem Darsteller den günstigsten
Rahmen zu schaffen und dem
Zuschauer die günstigsten Aufnahmebedingungen
."

In diesen Worten wird das
Ziel deutlich bezeichnet: das
Vorwalten des architektonischen
Prinzips. Alle die, denen
eine Entwicklung unseres Theaters
nach der künstlerischen
Seite hin am Herzen liegt,

PETROLEUMLAMPE IN MESSING

AUSFÜHR.: K. M. SEIFERT & CO., DRESDEN

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