Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 22. Band.1910
Seite: 581
(PDF, 172 MB)
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ernst barlach - friedenau bei berlin man russischer bettler und bettlerin (original-keramiken)

BESITZER: PAUL CASSIERER, KUNSTHANDLUNG, BERLIN

i

geschlossen ausstellte, ein Beispiel, wie die Aufgabe,
vieles zu einem Ganzen zusammenzuschließen, gut
gelöst werden kann. Farbig sehr gut gelungen war
der aus schwarz und rot gehaltenen Eisenträgern gebildete
Umbau des Träger-Verkaufskontors, in dessen
Mitte sich ein Pavillon in Weiß befand. Riesenhaft
ragten diese Träger in die Luft; die Farbe verlieh dem
Gefüge die Gliederung
. — Fast
vorbildlich hat
diese Aufgabe einer
Vereinigung
mehrerer Teilnehmer
zu einer Kollektivausstellung
Professor Möh-
ring gelöst, der
für die gesamte
Veltener Kachelofen
- Ausstellung
eine Anlage schuf,
die die einzelnen
Erzeugnisse ins
beste Licht stellte.
Der in Schwarz
und Grün gehaltene
Aufbau, durch

Säulen gefaßt,
schuf einen in sich

geschlossenen
Durchgangsraum,
und man bemerkte
mit Freuden, daß
der alte Kachelofen
, dessen groteske
Form in der
modernen Mietwohnung
so abscheuliche
Prunkformen
angenommen
hat, nun unter
derHand von sinngemäß
entwerfenden
Künstlern

hans schwegerle-berlin

AUSFÜHRUNG: KGL. PORZELLAN-MANUFAKTUR, BERLIN

wie Geßner, Kuöhl, Ritz, Walter Fürst seine kompakte
und schöne Form erhält, so daß man sich wieder
mit dem alten, gemütlichen Gesellen befreundet.

In einem Musterfriedhof im Freien, dessen künstlerische
Leitung Architekt Franz Seeck inne hatte,
wurden in verschiedenen Materialien ganz neue
Typen von Grabdenkmälern und Urnen vorgeführt.

Künstler wie Wackerle
, Thiersch,
Bernoulli, Seeck
haben hierzu Entwürfe
beigesteuert.
Die ganze Anlage
gefiel durch die
vornehme, sachliche
Gruppierung.

Zwei Künstler
traten entscheidend
hervor: Pe-
terBehrens und
BrunoMöhring.
Von Bruno Möh-
ring wurde schon
die Halle für die
Veltener Tonindustrie
erwähnt.
Prächtiger präsentierte
sich der
kleine Pavillon am
Eingang, in dem
dieErzeugnisseder
Deutschen Glasmosaikgesell
schaft
Puhl &Wag-
ner sich reizvoll
schillernd von
grauemGrunde abhoben
, der die
wechselnden,glänzenden
Farben
wohltuend zu einer
Einheitabdämpfte.
Derselbe Künstler
hatte aber auch

porzellangruppe europa

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