Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 24. Band.1911
Seite: 4
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ARCH. HERMANN MUTH ESI US-BERLIN El □ HAUS HERMANN FREUDENBERG IN NIKOLASSEE: SUD WEST-ANSICHT

sächlich für die Kinder bestimmt, die hier auf
bequemste Weise in das Kinderzimmer des Erdgeschosses
und über die Nebentreppe in ihre
Schlafzimmer im ersten Stockwerk gelangen
können. Den Kinderschlafzimmern ist der
ganze rechte Flügel des Obergeschosses gewidmet
, auch ist hier ein eigenes Bad und
Klosett für die Kinder, sowie reichliches Wandschrankgelaß
vorhanden. In dem größten dieser
Zimmer, das für ein junges Mädchen bestimmt
ist, ergab sich nach Osten hin die
Anlage eines kleinen Wohnerkers, der eine
Stufe höher liegt. Das Schlafzimmer der Eltern
ist der Hauptraum des Obergeschosses und
nimmt den Mittelteil des Hauses ein. Es
wird durch eine Reihe von Südostfenstern
sehr reichlich belichtet und belüftet, denn ein
Schlafzimmer kann, als der meist benutzte
Raum des Hauses, garnicht Licht und Luft genug
bekommen. Auch hier ergab sich, namentlich
infolge der Krümmung der Hallenwand,
reichliches Wandschrankgelaß. In der sich anschließenden
Flucht liegen ein Ankleidezimmer
des Herrn mit sehr reichem Schrankgelaß und
das Badezimmer, ferner ein einsames Arbeitszimmer
der Kinder und ein großes Fremdenzimmer
für ein Ehepaar, sowie zwei kleinere
Fremdenzimmer. Im Dachgeschoß ist in dieser
Hauptachse ein großes Atelier gewonnen,
das im Winter auch als Turn- und Spielsaal für
die Kinder dient. Auf der einen Hausseite liegen
vier weitere Fremdenzimmer, auf der anderen
vier Dienstbotenzimmer mit netter Badeeinrichtung
. Dienstbotenbäder sollten immer einladend
gestaltet werden, denn die Herrschaft
hat den Vorteil davon, daß die Dienstboten
wirklich baden.

Die Haupträume des Erdgeschosses haben
eine bevorzugte Ausbildung erhalten, die jedoch
noch nicht in allen Teilen vollendet ist. Die
ovale Halle wurde ganz in Mahagoni verkleidet
und bildet mit ihren durchweg gebogenen Flächen
ein Meisterstück der Tischlerei. Die technisch
erstklassigenTischlerarbeiten desHauses wurden
von der Firma Herrmann Gerson geliefert. Für
das Herrenzimmer lag die Notwendigkeit vor,
eine reiche Bibliothek unterzubringen, die nicht
nur zurBesetzung aller Wände mit festen Bücherschränken
führte, sondern auch, um die Stellfläche
zu vergrößern, noch die Herausziehung
einiger Schrankwändenötigmachte. Das Bücherzimmer
ist weiß gehalten und hat roten Teppichbelag
und rote Vorhänge. Besonderes Gewicht
wurde auf die Ausbildung des Musikzimmers
gelegt. Die Wände sind mit Zitronenholz verkleidet
, für den Fußboden ist Rotbuche und


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