Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 24. Band.1911
Seite: 217
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EMAILPLATTEN EINER KUPFERKASSETTEh NACH EIGENEM ENTWURF AUSGEFÜHRT VON LEOPOLDINE KONIG, WIEN

VON EINER AUSSTELLUNG ÖSTERREICHISCHER
KUNSTGEWERBE IN WIEN

as im folgenden durch Abbildungen
mitgeteilt wird, ist dem
praktischenRechenschaftsbericht
entnommen,denauch heuergegen
Jahresschluß das Oesterreichische
Museum für Kunst und Industrie
erstattet hat. Wie diese Ausstellungen
organisiert sind und welche Bedeutung ihnen
nicht allein für die in Wien lokalisierten Betriebe
zukommt, das wurde im vorigen Jahre
hier erzählt, als ein neuer, durchaus auf moderne
Ziele gerichteter Weg eingeschlagen worden
war. Um ein Zusammenfassen aller Kräfte,
die sich früher vereinzelt betätigt hatten, war
es den führenden Männern zu tun, dem Direktor
des Museums, Eduard Leisching, einem
erfahrungsreichen Mittelsmann, und dem Direktor
derKunstgewerbeschule, Alfred Roller,
diesem willensstarken Künstler und Organisator.
Ihre Namen seien als die der Initiatoren, wie
es im Kurialstil hieß, genannt, auch für die
der vielen andern, ohne deren Mithilfe man
es nicht so weit darin gebracht hätte, die Industriellen
immer näher an die Künstlerschaft
heranzubringen und anderseits die einzelnen
Handwerker künstlerisch zu überwachen.

Anstatt sich in allgemeine Betrachtungen zu
ergehen und nochmals die oft betonten Grundsätze
der Materialkunde und ihrer Anwendung
zu entfalten, sei es gestattet, auf zwei neue Einrichtungen
kurz hinzuweisen, da ihnen einige
der besten Erfolge der heurigen Ausstellung
zu verdanken sind. Die erste bezweckt, den
Industriellen bei der Erlangung brauchbarer
künstlerischer Entwürfe behilflich zu sein und
zugleich die Werdenden unter dem jungen Nachwuchs
anzueifern. Es werden an den einzelnen
Fachabteilungen der Kunstgewerbeschule Wettbewerbe
ausgeschrieben, deren Preise die Industriellen
beisteuern. Der erste wird durch
das Professorenkollegium verliehen, um unter
jeder Bedingung die von der Schule vertretenen
Grundsätze ihrer Lehre als maßgebend zu betonen
; der Industrielle ist dadurch noch keineswegs
verpflichtet, den derart ausgezeichneten
Entwurf zur Ausführung anzunehmen, sondern
wählt hiefür gegebenenfalls den mit dem zweiten
Preise bedachten, bei dessen Zuerkennung er
bestimmenden Einfluß hat. Soviel wird für die
Schüler getan; ihr Interesse erscheint nicht nur
für den Augenblick gewahrt, denn es ist ihnen
durch das Bekanntwerden mit den praktischen
Machthabern ermöglicht, sich auch für die Zukunft
zu empfehlen.

Der Fürsorge für die schon im tätigen Leben
und in der — Konkurrenz Stehenden dienten

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Dekorative Kunst. XIV. 5. Februar 1911.

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