Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 25. Band.1912
Seite: 387
(PDF, 174 MB)
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! NEUE KUNSTLITERATUR >

JULIUS HESS

MUTTER UND KIND (STUDIE)

Mit Genehmigung1 der Modernen Galerie (H. Thannhauscr), München

NEUE KUNSTLITERATUR

Seidel, Paul. Friedrich der Große und die
bildende Kunst. Mit 30 Radierungen und 132 Zeichnungen
von Peter Halm. Gebunden 200 M. Leipzig
und Berlin 1912, Giesecke & Devrient.

Vorliegende Publikation ist die Frucht langjähriger
Vorarbeiten sowohl seitens des Autors wie
seitens des Illustrators. Paul Seidel, der als Dirigent
der Kunstsammlungen der kaiserlichen Schlösser
sich mit den von Friedrich dem Großen gesammelten
Schätzen besonders vertraut gemacht hat, hat schon
in früheren Publikationen („Die französischen Kunstwerke
im Besitz des Kaisers", „Die Gemälde alter
Meister im Besitz des Kaisers") Beweise einer gründlichen
Kenntnis dieser Kunstepoche und der einschlägigen
Fragen gegeben. So ist jetzt ein Werk
entstanden, das infolge seiner gründlichen Wissen-
schaftlichkeit und Vertrautheit mit dem Gegenstand,
wie auch der Kenntnis des Aktenmaterials als grundlegendes
Dokument für die kommenden Zeiten gelten
muß, und das durch die glänzende Kunst Peter Halms
eine Ausgestaltung erfahren hat, die es zu einer
würdigen Jubiläumsgabe zur Wiederkehr des 200. Geburtstages
Friedrichs des Großen macht. Zudem
wird hier zum erstenmal in zusammenfassender
Form das persönliche Verhältnis Friedrichs zur

bildenden Kunst dargestellt. Der Verfasser schildert
erst in dem Kapitel „Jugendeindrücke", was
von den Vorfahren Friedrichs in kunstförderndem
Sinne geschehen ist. Er gibt dann ein anziehendes
Bild des Lebens in Rheinsberg, wo Friedrich schon
den Grund zu seinen Sammlungen legte und an
dessen künstlerischer Ausschmückung er so großen
persönlichen Anteil nahm. In dem umfangreichsten
Kapitel des Bandes „Friedrich als Architekt" wird
neben den bekannten Schloßbauten Friedrichs (Sanssouci
, Stadtschloß in Potsdam, Neues Palais) auch
seines bedeutenden Einflusses auf die Gestaltung
des Stadtbildes von Berlin und Potsdam hingewiesen
und die großzügigen und weitausschauenden
Pläne, die freilich nur zum Teil zur Ausführung
gelangten, erläutert. Der Abschnitt „Friedrich als
Sammler von Gemälden und Skulpturen" zeigt ihn
uns zunächst als den großen Bewunderer der französischen
Meister des Rokoko, deren Anblick ihm
Befreiung aus der trockenen Alltäglichkeit des Daseins
bedeutete, zeigt uns, wie er später in den
Bann der italienischen Schulen, neben denen er
nur noch Rubens und van Dyck gelten ließ, kam.
Manches erfahren wir dabei auch über seine „Hauskünstler
", den Architekten Knobeisdorff, den Hofmaler
Pesne, den Stecher G. F. Schmidt usw. So
erhalten wir eine lebendige Vorstellung von einer

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