http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_25_1912/0633
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DIE GALERIE MARCZELL v. NEMES IN DER KUNSTHALLE ZU DÜSSELDORF
I
heinrich wirsing
ehrenpreis der stadt frankfurt a. m.
für das goldene jubiläums-schiessen
dem wundervollen Bildnis der Madame Gambey,
der sog. „Songerie de Mariette". Unter den fünf
Manets befinden sich die „Rue de Berne" aus der
Galerie Pellerin, das unvollendete Porträt Clemen-
ceaus und die berühmten Pfirsiche aus den letzten
Schaffensjahren des Künstlers. Die Manetschülerin
Berthe MoRisoTist mit einer Gartenszene, Claude
Monet mit einem Strandbilde und einer Dame im
Park sehr gut vertreten. Von Renoir reicht der in
der Fleischbehandlung geradezu an Rubens erinnernde
Mädchenkopf bis ins Jahr 1872 zurück. Auch
die weiteren fünf Werke des in letzter Zeit stark
zurückgegangenen Künstlers sind erlesene Stücke aus
seiner besten Zeit, so die Familie Henriot auf dem
Rasen und die große Skizze zu dem im Luxembourg
befindlichen „Moulin de la Galette". Von Degas
sind zwei in der Bewegung wie in der Farbe gleich
ausgezeichnete Ballettszenen, von Gauguin eine in
der Lichtbehandlung fast an Rembrandt gemahnende
Hochzeitsfeier auf Tahiti zu schauen. Mit zwei
charakteristischen Arbeiten Vincent van Goghs
und sechs durchweg auf der Höhe stehenden
Werken Cezannes, unter denen sich die zwei vielleicht
besten Stilleben befinden, die er überhaupt
gemalt hat, schließt die glänzende Reihe von Qualitätswerken
.
Die Ausstellung der Galerie Nemes bedeutet im
wahren Sinne des Wortes ein künstlerisches Ereignis.
Ein Ereignis für ganz Deutschland, insofern hier für
potente Sammler und auch für Galeriedirektoren ein
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