Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 26. Band.1912
Seite: 153
(PDF, 173 MB)
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ARCHITEKT PROT- HUGO EBERHARDT

LANDHAUS ERiT^ HARDT

EEN1MEP

D

as Landhaus Hardt, das dem Aufenthalt
während des Sommers

und der Jagdzeit zu dienen hat, liegt
inmitten eines riesigen, wiesen- und
waldbedeckten Terrains am Südabhang
eines flachen Hügels des bergischen
Landes. Gegen Norden
bricht die überragende Höhe und
ein sich von beiden Seiten vorschiebender
Wald die Luftströmungen.
Um das Gebäude auch gegen Seitenwinde
zu decken, ist es in eine
sanft von Nord nach Süd verlaufende
Terrainfalte gelegt. Der Blick gegen
Süden umfaßt das prächtige Bild der breiten,
seegleichen Wasserfläche der Bevertalsperre,
umrahmt von einer Menge sich interessant überschneidender
bewaldeter Hügel- und Bergzüge,
die im Frühjahr und Herbst entzückende Farbenstimmungen
zeigen.

Die Frage, wie ist der Bau zu orientieren,
wie hat sich der Grundriß zu gliedern, wie
reihen sich die Räume aneinander, war demnach
leicht zu beantworten, zumal die Anfahrt von
Norden her erfolgen konnte.

Das Haus wurde mit der Längsachse in die
Ostwestrichtung gestellt. Die Nebenräume,

nehmen.

ARCH. HUGO EBERHARDT-OFFENBACH a.M.

Flur, Kleiderablage, Treppenhaus,
Küche (mit besonderem Zugang von (i
außen), Speisekammer kamen nach
Norden zu liegen, während die Südseite
dem Wohnzimmer, dem Speisezimmer
und dem Kinderzimmer die
sonnige Aussicht nach der Talsperre
zukommen läßt. Nach Ost und West
sind große gedeckte Veranden vorgelagert
, so daß die eine der Morgensonne
Zutritt gibt, während die
andere den Genuß der Abendsonne
bietet. Das Dachgeschoß sollte möglichst
viele Einzelschlafzimmer auf-
Diesem Wunsche konnte man durch
Ueberbauen der offenen Veranden des Erdgeschosses
gerecht werden. Es war so möglich,
über der verhältnismäßig kleinen Grundrißfläche
des Erdgeschosses neun hellbelichtete
und auch ganz geräumige Einzelschlafzimmer,
Bad, zwei W. C. und gegen Süden eine Aussichtsloggia
, zugleich Luftbad, unterzubringen.
Besonderer Wert wurde auf eine zweckmäßige
Verbindung der Elternschlafzimmer mit Bad,
Toilette und Luftbad gelegt. Die Dachschrägen
wurden durch eine hinreichende Anzahl von
Wandschränken ausgenutzt, so daß die Zimmer d

I
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LANDHAUS FRITZ HARDT IN LENNEP: SUDSEITE (J

Dekorative Kunst. XV. 4, Januar 1912

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