Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 26. Band.1912
Seite: 432
(PDF, 173 MB)
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würfeln unterbrochen werden. Die Fenster )

sind, um das von Norden einfallende kalte f

Licht zu mildern, goldig, mit stark grünen (

Rosetten, verglast. Nach Osten öffnet sich (

das Zimmer durch große Glastüren nach dem (

davor liegenden Gartenzimmer, dessen Decke \

und Wände hellfarbig schabloniert sind. K.

Von der Haupttreppe und von der Treppe )
der Empfangshalle zugänglich sind im Ober- (
geschoß die Schlafräume. Nach Osten, von )
den übrigen Räumen als besondere Wohnung f
getrennt, liegen Frühstückszimmer, Bad mit (
Nebenräumen, Ankleidezimmer und Eltern- (
Schlafzimmer, dem nach Süden Wohn- und (
Schlafzimmer der Kinder folgen. Ueber dem
Herrenzimmer liegen ein großes Fremdenzimmer
, Bad- und Nebenräume. Die übrigen )
nach Norden liegenden Räume dieses Ge- t
schosses werden verschiedenartig verwendet. |
Das zweite Obergeschoß enthält neben den
Räumen für die Dienstboten noch ein großes (
Fremdenzimmer mit einem Balkon, über der (
Hallentreppe nach Norden (Abb. S. 437).

Von den allgemeinen Einrichtungen sei noch
erwähnt, daß eine auf dem Grundstück befindliche
Wasserversorgungsanlage das notwendige

Wasser liefert. Die Entwässerung ist hygienisch /

sicher. Geheizt wird das Haus durch eine j

Niederdruckwarmwasserheizung. Bäder, Gar- (

deroben, Küche, Spülküche usw. haben Warm- I

Wasserleitung. Zum Reinigen wird eine Vacuum- j

anläge benützt. Elektrisches Licht ist in allen '
Räumen. Fast alle Arbeiten an dem Haus sind

von Handwerkern aus Apenrade, Sonderburg jj
und Flensburg mit Fleiß und Verständnis ausgeführt
. Die Gartengestaltung lag in den Händen
der Firma Schnackenberg & Siebold in
Hamburg. Anton HuBER-Flensburg

arch. anton huber □ detail der haupttreppe

die durch Treppenwandungen nach den Wohnräumen
dringen könnten, sind diese durch
Doppelwände mit Korkeinlage schallsicher gemacht
. Das Eßzimmer ist überwölbt und
ausschabloniert, hat mahagonipolierte Vertäfe-
lung mit Intarsien, Parkettfußboden aus Nußbaumtafeln
, die mit Rüsternholz zusammengehalten
sind und von kleinen Buchsbaum-

i

NEUE BÜCHER

Corrado Ricci, Baukunst und dekorative Skulptur
der Barockzeit in Italien (Bauformenbibliothek V).
— Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart 1911. M 25.—.

In der Formensinfonie, die den Reisenden in
Italien umrauscht, ist die klingendste Note das
Barock. Die breiten Akkorde des Grundbasses
mag die Antike bilden, Leitmotive von königlicher
Schönheit und reinster Harmonie sind der Renaissance
überlassen, aber das Barock schüttet eine
Melodienfülle vor uns aus, deren lebendiger Energie,
deren aller Nuancen mächtigem Temperament sich
kein Fühlender entziehen kann. Das Interesse der
künstlerisch gebildeten Welt aber an diesem Reichtum
ist, so seltsam uns dies heute erscheint, eine
der spätesten Früchte der kunstgeschichtlichen
Forschung des neunzehnten Jahrhunderts. Dicke
Mauern eingesessener Vorurteile mußten niedergerissen
werden, ehe es gelang, der Kunst des
Jesuitenzeitalters, des Seicento einen Platz in der

Reihe der daseinsberechtigten Stile zu erobern. Eine
Anzahl der besten Köpfe unter den Gelehrten der
neueren Kunstgeschichte haben sich an den Untersuchungen
beteiligt, die der Definition des Wesens
und der Grenzen dieses Stiles galten. Auch in die
anregungsreiche und klar orientierende, wenn auch
nicht immer einwandfrei verdeutschte Studie, mit
der Corrado Ricci, der erste Beamte der Museen
und Ausgrabungen Italiens, den vorliegenden Band
einleitet, spielen diese viel erörterten Fragen hinein.
Der Aufgabe dieser Publikationsreihe gemäß vermeidet
Ricci aber Auseinandersetzungen, wie sie
der Fachmann, der die Gesamtheit der Probleme
überschauen will, in einem kürzlich erschienenen
Referat von Cornelius Gurlitt, (Berliner Architekturwelt
, 1911, April ff.) nachlesen mag, sondern
legt den Nachdruck auf die Charakteristik der Künstler
und des Formenwandels, auf die Darstellung
des Verhältnisses des Stils zu den verschiedenen

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