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i ANTON HANAK
ANTON HANAK
KOPF DER „EWIGKEIT"
Doch genug der antiken Reminiszenzen —
der junge Mährer ist vor allem ein Kind
unserer Tage, und was er bildet, ist die Not
und die Sehnsucht unserer Zeit. Die Zeit
hat es ihm bis jetzt schlecht gelohnt; der Sinn
für Plastik, einst im deutschen Volk so rege,
ist durch die permanente Wachspuppenfabrikation
der letzten Jahrzehnte so gut wie völlig
verloren gegangen und was man in weitesten
Kreisen sucht und schätzt, ist eben jenes
unsterbliche „Hündchen Bello", von dem schon
Goethe versicherte, daß daraus, und wenn
man es noch so getreu abkonterfeie, eben nur
„ein zweites Hündchen Bello" würde. Das
Publikum will aber das zweite Hündchen Bello;
und daß das Kunstwerk nur darin seine Berechtigung
hat, daß es neben die Natur ein
Neues setzt, das seine eigentümliche Gestalt
auf seinem Hindurchgang durch das Medium
des schöpferischen Geistes erhalten hat, daß
die Göttlichkeit des Kunstwerks eben in diesem
„Anderssein" als die Natur beruht, und daß
die notwendigen Gesetze dieses „Andersseins"
halbbewußt, halbunbewußt in dem formenden
Stilbewußtsein des Künstlers schlummern —das
zu fühlen entwöhnen sich die Menschen immer
mehr und empfinden den starken, persönlichen
Stil fast als eine persönliche Beleidigung.
GEDANKEN ÜBER KUNST
Die Werke der Künste sind Geschenke der Götter.
s Lukianos (Kynikos)
Die Kunst erkrankt wohl, stirbt aber nicht.
(Mittelgriechisches Sprichwort)
Die Kunst soll nicht nur eine Kost für die Tafeln
der Großen und Reichen, sie soll eine kraftvolle Speise
für alle sein. Peter von Cornelias
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