http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0150
I
AUS BRIEFEN VON KARL STAUFFER-BERN
E. DULAC
AUS „RITTER BLAUBART"
Verlag von Hodder & Stoughton, London
abspielt, weil sich die Kunstwerke in der Zeit
nicht verändern, möchte ich das Idealisieren
nennen.
Ich halte es einfach für selbstverständlich,
daß jemand, der das Prädikat eines guten
Malers für sich in Anspruch nimmt, das Handwerk
los hat, daß er mit andern Worten auf
eine gesunde Weise ein Stück Natur abmalen
kann, es ist das eine conditio sine qua non,
aber da fängt die Kunst erst an, dann kommt
das Stadium, wo man mit dem was man gelernt
hat, was anfangen soll, das ist die zweite
und größere Aufgabe des Künstlers. Immer
wieder kam mir Dürer in den Sinn: „Gehe
nicht von der Natur in deinem Gutdünken,
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