Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 119
(PDF, 174 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0165
\ DIE XI. NATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG DER SCHWEIZ IN NEUENBURG

sanna", die eines seiner kraftvollsten Stücke
von Malerei sein dürfte, die eigenartig bewegte
, ägyptische Tänzerin, das Haremsidyll
„Die Favoritin". Andere Phantasien aus dem
Orient, wie ein paar sehr aparte Szenen
vom Theater, sind mir im Gedächtnis, Sängerinnen
oder Tänzerinnen auf der Bühne vor
dunklen Vorhängen, ein paar groteske, symbolistische
Dinge, wie „Der Kuppler" und
anderes. Auch als Zeichner für den Simpli-
zissimus und andere angesehene Blätter hatte
sich Pellar schon früh betätigt. Er erinnerte
in seinem Stil ein wenig an den bitteren
Humor Pascins und zeigt auch da seinen
besonderen technischen Geschmack.

Ueber Hanns Pellars Entwicklungsgang ist
nicht sehr vieles zu erzählen: Er wurde im
März 1886 in Wien geboren und zuerst für
die militärische Laufbahn bestimmt. Da sich
aber sein Talent sehr bald zeigte, ließ man
ihn schon mit 15 Jahren in die Malschule der
Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt eintreten
. Nach kurzem Besuch der Wiener

Akademie siedelte er im Herbst 1906 in die
Malschule Franz v. Stucks an der Münchner
Kunstschule über, wo er, vom Meister nach
jeder Richtung gefördert, zwei Jahre blieb.
Seitdem ist er selbständig und vor zwei
Jahren wurde er vom Großherzog von Hessen
in die Darmstädter Künstlerkolonie zu Gaste
geladen.

DIE XI. NATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG
DER SCHWEIZ IN NEUENBURG

Inmitten des allgemeinen Ringens um neue
* künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten, hat die
Schweizer Kunst eine neue Blüte gezeitigt. Ueber-
ragende Gestalter persönlichster Eigenart wiesen
den Weg. Weniger superiore, doch solide Begabungen
zweigten von ihnen ab zu individuellerer
Betätigung, und das Gros der Durchschnittstalente
und Kleinen schloß sich beiden aufs engste an.
So konnte und mußte es kommen, daß durch das
gesamte jüngere schweizerische Kunstschaffen ein
mehr oder weniger einheitlicher, verwandter Zug
geht. Fäden mannigfachster Art führen von einer
Schule und Richtung zur andern, und selbst ein

H.PELLAR

FAUN

Mit Genehmigung der Modernen Galerie (H. Thannhauser), München

119


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0165