Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 149
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KONSTANTIN SOMOFF

KONSTANTIN SOMOFF

moff der letzten Jahre. Im Gegensatz zu einem
großen Teil seines früheren Oeuvres, verschwindet
aus seinen neueren Schöpfungen immer
mehr das Impressionistische, Skizzenhafte, die
bloße Andeutung, und parallel hiermit nimmt
das Landschaftlicheeinenimmerkleineren Raum
in seinen Werken ein. Wir sehen bei ihm
noch hin und wieder eine hübsche, intensiv
erfaßte Studie, irgend einen taufrischen Naturausschnitt
, allein der große Paysagist Somoff,
der in Bildern, wie die bekannten und wiederholt
reproduzierten „Badenden Frauen",
„Vertrauliche Mitteilung", „Die Liebesinsel",
„Die Poeten" u. a., die russische Landschaftsmalerei
um neue Werte bereichert hat, schweigt
seit langem. Diese Gemäldeserie in Grün,
einem ganz spezifischen, für das nördliche
Rußland sehr typischen Grün, das fast eine
Entdeckung Somoffs war, darf wohl schon als

BILDNIS

abgeschlossenes Ganzes betrachtet werden und
könnte, nach berühmtem Muster, als „Familie
verte" in das Werk des Künstlers eingereiht
werden.

Vor einigen Jahren mochte man überhaupt
glauben, daß Somoff die Oelmalerei zugunsten
der graphischen Techniken vollständig
aufgegeben habe und auch im Porträt, trotz
des eminenten Erfolges der „Dame in Blau",
immer mehr zu kleineren Formaten, zu bloßen
Bildniszeichnungen, meist mit etwas Aquarell
gehöht, übergehen wolle. In diese Zeit fällt
die ausgezeichnete Serie von Porträtköpfen
russischer Dichter — W. Iwanoff, Block,
M. Kusmin — und Künstler, wie E. Lanceray,
M. Dobushinsky, deren Meisterwerk wohl der
frappante Kopf Kusmins mit seinem Stich ins

Degenerative und dem Anflug orientalischer
Schwermut bildet. Erst letzhin fing Somoff p

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