Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 189
(PDF, 174 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0247
I VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN

die Interieurs von Stefan Za-
dor, die Frauenköpfe von Johann
Bednar und das Genrebild
VOn zoltän csaktor-

nyai. Eine köstliche Ueber-
raschung boten unsere jungen
Bildhauer: Kisfaludi-
strobl, moiret, körmendi,
scentgyorgyi, lux, varga,
Sidlo, Länyi, Samuel, Päsz-
tor und die Plakettenkünstler
Berän und Muränyi lieferten
alle bedeutende Proben ihres
Talentes. Die höchsten Preise
sind schon verteilt: Die große
goldene Medaille hat Magyar-
Mannheimer erhalten, kleine
goldeneMedaillenhaben Mark
und Merö bekommen. Geld-
preiseerhielten: Rethy,Csäk-

tornyai, jävor, KlSFALUDI-

Strobl. Im Nationalsalon
ist diesmal unser Sonderbund
erschienen. Die ,4c/if sind heuer
nur ihrer vier, doch heuer hat
sie das Schicksal erreicht: sie
ließen überall kalt. Die Berechtigung
abstrakter Bestrebungen
, des Sich-über-die-Na-
tur-Erhebens wird nirgends bestritten
, doch nur das souveräne
Beherrschen der Formen
, nicht kindische Versuche
sind es, die dahin führen. In
erhöhtem Maße noch gilt diese
Feststellung für die Bildhauerei
, die positivere Kunst, wo
Konstruktionsfehler durch Farben
nicht verhüllt werden können
.— Nach langem Schweigen
kommt jetzt ein Künstler, der
auch in der Berliner Secession
große Aufmerksamkeit erweckt
hatte,der Maler Adolf Fenyes
mit einer Kollektivausstellung
im Ernst-Museum. Der in der
schönsten Blüte seiner Kraft
stehende Meister, dessen Talent
durch seine auf helle Harmonien
aufgebauten Stilleben,
aus feinen Tonharmonien sich
entwickelnde Interieurs, durch

joakim skovgaard
die tempelreinigung

Photographie Chr. E. Jörgensens, Viborg

seine Landschaften und Männerporträts
in reichster Mannigfaltigkeit
gezeigt wird, wurde
aus diesem Anlasse durch den
Staat, seine Kunstgenossen und
die Gesellschaft in begeisterter
Weise gefeiert. Vielleicht interessiert
es, zu erfahren, daß aus
dem Verkaufe seiner Bilder, in
diesen kritischen Zeiten, mehr
als 40000 Kronen eingeflossen
sind. Die wahre Kunst findet
nun auch bei dem Budapester
Publikum Verständnis. — Im
Salon „Könyves Kaiman" sahen
wir die Ausstellung der graphischen
Werke von E. M. Lilien,
die von der jüdische Interessen
vertretenden Zeitschrift „Mült
es Jövö" (Vergangenheit und
Zukunft) veranstaltet wurde.
DieharteZeichnung, diesteifen
Figuren, die scharfen Ueber-
gänge dieses Künstlers haben
nicht viel Anklang gefunden.
Sein Motivenreichtum viel eher.

Dr. b. l.

/CHEMNITZ. DashiesigeMu-
^ seum hat als Geschenkvon
Geheimrat Vogel Böcklins
Malerei und Dichtung erhalten.
Es ist dies die erste Fassung
des Bildes, dessen zweite durch
die Reproduktion so bekannt
gewordene Fassung sich im
Breslauer Museum befindet.

W/TEN. Ohne die zahlreichen
w retrospektiven Ausstellungen
wäre unsere Herbstsaison
trostlos; von den größeren
Verbänden ist nur das
Künstlerhaus mit einerlaufenden
Ausstellung, von allerdings
wenig hohem Durchschnitt
, ausgerückt. In der ganzen
Darbietung, der nur wenig
zu dem üblichen halben Tausend
fehlt, finden sich nur
höchst spärliche Ansätze, sich
über das allgemeine Niveau
eines Weihnachtsausverkaufs

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