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HEINRICH BRÜNE STUDIENKOPF
Ausstellung der Luitpoldgruppe
Klingerschen Simplizius-Radierungen gemahnt.
Landschaftliche Motive sind es zumeist, die
von den Künstlern der ,,Luitpoldgruppe" behandelt
werden. Da ist ein sehr eindrucksvolles
, starkfarbiges Hochwasserbild von Eisengräber
(Abb. S. 275), ein mattsilbergrauer
Waldesrand von Elster (Abb. S. 278), eine
frische, kühle, eigenwillige Winterlandschaft
von Hans Heider (Abb. S. 266), eine Dorflandschaft
von merkwürdiger Herbheit, die den
sonst feinmalerische Figürchen auf kleine Leinwanden
setzenden Bachrach-Baree zum Autor
hat (Abb. S. 271). Natürlich fehlt auch das
Figurenbild nicht, und hier ist es Heinrich
Brüne, den man vor anderen nennen muß.
Brüne, der sich auch so meisterlich aufs Stillleben
versteht, ist eine der größten koloristischen
Begabungen, die wir unter den jüngeren
Münchnern aufzuweisen haben. Er ist — das
beweist auch dieses Damenbild (Abb. S. 267) —
einer von den Malerischen um jeden Preis. Irgendein
geheimes, mehr zu fühlendes als zu erschauendes
und erkennbares geistiges Band verbindet
ihn mit jener nur-malerischen Schar, die
sichum Püttner und Feldbauer als ihren Häuptern
gruppiert. Exter, der es an koloristischen
Effekten doch wahrlich nicht fehlen läßt, wirkt
neben Brüne fast linear. Sein Bildnis eines
Geistlichen (Abb. S. 268), mit scharf geschnittenem
, ungemein ausdrucksvollem Profilkopf ist
in der strengeren Artseiner „Ueberseer Bauern"
gemalt. Knöbel, Moor (Abb. S. 279 u. S. 270)
und Ernst Zimmermann erfreuen durch interessante
, ihrer künstlerischen Wesensart nach
abschattierte Porträtleistungen. Namentlich Zimmermann
hat sehr große Fortschritte gemacht:
vor seinem Porträt des Königs von Spanien,
das wir vor wenigen Jahren sahen, hat dieses
ruhige, bürgerliche Herrenbildnis die äußere
Schlichtheit und die innere Ueberzeugungskraft
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