Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 292
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gelten. In Wirklichkeit hat er mehr als das
gegeben : Er hat ein kräftiges, ritterliches Leben
künstlerisch und charaktervoll ausgeprägt, und
vor der einen großen Anforderung, die dem

Künstler gestellt ist, sich und seine Individualität
im Kampfe gegen den Widerstand der Welt
zu behaupten, hat er nicht versagt.

BEWEGUNGEN IN DER NEUEREN MALEREI
UND IHRE AUSSICHTEN*)

Von M. K. Rohe

Hat man schon einige Bewegungen in der
Kunst hinter sich und über ihren Verlauf
sich Rechenschaft gegeben, dann ist man neuen
gegenüber kritischer gestimmt als derjenige,
der in solchen Dingen noch Neuling ist. Man
hat gesehen, wie gewisse Erscheinungen ständig
wiederkehren und schließt, daß sie auch im
neuen Fall sich geltend machen werden. Zum
mindesten ist man gewarnt vor kurzsichtiger
Beurteilung der einzelnen Phasen solch einer
Bewegung.

Natürlich führen neue Strömungen letzten

*) Siehe hierzu auch unseren Aufsatz „Der Blaue Reiter". Septemberheft
1912, sowie die Abbildungen Seite 304 und 305.

Endes ja immer auf geniale Individuen zurück,
aber nur in den wenigsten Fällen sind diese
zugleich auch die bewußten Führer der neuen
Evolution. Nur da, wo in ihrem Wesen neben
anderem auch ein starker Zug zum Dogmatischen
und der Theorie vorgefunden wird, wird
man sie als direkte Schulleiter antreffen, weit
häufiger dagegen wird man mit einem zweiten
Fall zu rechnen haben, wo mehr theoretisch
als schöpferisch veranlagte Geister oder gar
im Grunde ganz unschöpferische Theoretiker
sich gewisser Andeutungen im Werke eines vorangegangenen
Genius bemächtigen und durch
Isolation und Uebertreibung davon zu Kund-

GASTON LA TOUCHE

Phot. Manzi, Joyant & Cie., Paris

DER SOMMER

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