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< VON ANTIKER MALEREI
DER RAUB DER EUROPA
und gelöste malerische Problem", wie wir heute
sagen würden, für die Betätigung eines aus
sicherer Tradition heraus seine Eigenwirkungen
äußernden malerischen Instinktes, wie es im
Sinne des pompejanischen Malers einfacher
heißen müßte : denn von einer großen Problemstellung
hat dieser einfache Meister, der nur
wollte, was er konnte, der aber auch konnte,
was er wollte, sicherlich keine Ahnung gehabt.
Und endlich ein drittes „Problem" der Jetztzeit
: der Impressionismus. Auch er ist in der
antiken Malerei bereits künstlerische Tatsache
geworden. Man betrachte das große Landschaftsbild
aus einem Hause auf dem Esquilin
in Rom (Abb. S. 317): ein Felsentor als Eingang
zur Unterwelt, unter dem Odysseus steht,
den schwarzen Widder opfernd, dessen Blut mit
NEAPEL
seinem Geruch die Schatten der Abgeschiedenen
anlockte. Wie diese „Schatten" mit Flecken,
Strichen und Streifen, ohne irgendeine feste
Linie hingeworfen sind, so daß sie nirgends bestimmte
Form verraten und nur als Erscheinungen
das Auge beschäftigen und reizen, wie
die dichte Masse, die aus dem Hintergrunde
heranwogt und das einzelne aufsaugt, dem Gefühl
suggeriert wird: könnte man das anders,
denn als impressionistisch bezeichnen? Und
auch hier wieder diese bewußte Lichtführung:
wie durch das Felsentor aus der Oberwelt ein
heller Strahl in das Schattenreich hineinbricht
und dessen schweigendes Dunkel schrill zerreißt
, wie diese Flut über die vordersten Gestalten
der Abgeschiedenen hinstreicht, ihre
Geisterblässe enthüllend, ihre Körperlosigkeit
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