http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0428
schaften, dort Neresheimers, Autengrubers,
Burger-Mühlfelds Porträtkunst, hier ein
starkfarbiges Bild des Arbeitsevangelisten
Fritz Gärtner und da eine ganz eigenartige,
aus starkem Temperament heraus geschaffene
biblische Malerei von Carl Caspar.
Auch um Graphik und Plastik ist es gut
bestellt. Thiemann, Geiger, Kolb, Uhl und
der groteske MüLLER-Dresden (Abb. S. 341)
repräsentieren in scharf pointierten und für
ihre künstlerische Individualität charakteristischen
Arbeiten die Graphik im engeren
Sinn; mit außerordentlich witzigen Karikaturen
gesellt sich ihnen der Simplicissimus-Zeichner
Olaf Gulbransson.
Bei den Plastikern fällt einem besonders
Hötger auf, dessen intensives und sehr vergeistigtes
Schaffen in die starre, noch wenig
aufgelockerte Materie ein ganz merkwürdiges
Leben gibt. Erwähnt muß auch der junge
Ludwig Gies sein, der mit seinen Medaillen
und Plaketten in dieses etwas vernachlässigte
Kunstgebiet Schwung und neue
Gedanken bringt.
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