Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 469
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HERMANN HALLER

KAUERNDER JÜNGLING (BRONZE)
XXVI. Ausstellung der Berliner Secession

bermann sieht man in interessanter Nebeneinanderstellung
das ganz auf Manets Palette
aufgebaute holländische Haus mit dem wundervoll
in weiches Grün eingebetteten Weiß der
Mauer, und das Kohlfeld vom letzten Sommer,
das die ganze Farbigkeit des Spätstiles in einer
verhaltenen Pracht zusammenschließt (Abb.
S. 474). Neben diesem Bilde, das schon bei
Cassirer in der Eröffnungsausstellung des Winters
Bewunderung erregte, stehen die grauen
Porträts, von denen eine ganze Reihe hier
gezeigt wird, zurück. Namentlich der Hauptmann
ist eine Enttäuschung, hält sich zu sehr
an der Oberfläche und gibt mehr die Maske
als den Menschen.

Die Ausstellungen der Secession haben ein

doppeltes Gesicht. Sie wollen das Werden
zeigen, aber sie wollen auch Werke bringen.
Vielleicht sollte man die beiden Prinzipien
lieber zu trennen versuchen und rückschauende
Ausstellungen von vorwärts blickenden scheiden
. Diesmal will es scheinen, daß man dem
Werdenden noch mehr Platz hätte einräumen
können, wenn man sparsamer in der anderen
Richtung gewesen wäre. Ein paar schöne Bilder
von Leibl, ein paar erstrangige Cezanne
(Abb. S. 472) geben gewiß dem Ganzen eine
andere Haltung. Bei Van Gogh (Abb. S. 465)
hätte man schon vorsichtiger wählen dürfen,
und Theo von Brockhusen (Abb. S. 477)
könnte sich mit Recht beklagen, daß man seine
Bilder in so gefährliche Nähe brachte. Selbst

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