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THEO VON BROCKHUSEN HAVELBRÜCKE BEI BAUMGARTENBRÜCK
XXVI. Ausstellung der Berliner Secession. — Mit Erlaubnis von Paul Cassirer, Berlin
und hat in korrektem Verfahren wieder nur solche
Aenderungen vorgenommen, wie sie durch die letzten
Forschungen bedingt waren: Vor allem
wurde auch diesmal wieder voller Wert
darauf gelegt, den durchaus individuellen
Stil des Verfassers beizubehalten und die
Physiognomie des Standardwerkes in keiner
Weise anzutasten. So wendet es sich
denn abermals an seinen Interessentenkreis
und wird, wie schon seit seinem ersten
Erscheinen, dort mit unverminderter
Freude aufgenommen werden. Es erscheint
total überflüssig, diesem Werke noch eine
Empfehlung mitgeben zu wollen, aber man
muß immer wieder von neuem seinen
wundervoll systematischen Aufbau hervorheben
, die Materialfülle der einzelnen Kapitel
und die geistvolle sachverständige
und kritische Verarbeitung des ungeheueren
Stoffes. Es gehört zu den unvergänglichen
Werken der kunst- und kulturgeschichtlichen
Literatur. Dank muß man
Herausgeber und Verlag dafür wissen, daß
das Abbildungsmaterial des Buches wiederum
um ein Beträchtliches vermehrt
und verbessert wurde; was aber zu einer
Erweiterung des Umfanges geführt hätte,
ist durch geschickte Anordnung des Satzspiegels
wieder ausgeglichen worden, so
daß das alte handliche Format beibehalten
werden konnte. Gegenüber den anschaulicheren
modernen photographischen Druk-
ken wurde die alte Holzschnittillustration
überall da beibehalten, wo sie ein deutlicheres
Bild des zu Demonstrierenden liefert.
M. K. Rohe
Langewiesche. Königstein
im Taunus und
Leipzig. Mit 96 ganzseitigen
Abbildungen.
M 1.80.
Eine ausgezeichnete
Idee. Schade nur, daß sie
so unvollkommen ausgeführt
ward. Der Text in
erster Linie läßt zu wünschen
übrig, wimmelt
von Allgemeinheiten,
Unzulänglichkeiten und
Lücken. Um ein Bild
von der Schweizer Malerei
zu liefern, hätte er
straffer und systematischer
angepackt werden
müssen. Auch ist die ge-
troffeneAuswahl undihre
Charakteristik nicht gerade
vorbildlich; manchen
der zugezogenen
Maler hätte man gerne
missen mögen, um dafür
einen vollwertigeren
Ersatz einzutauschen.
Sehr bedauerlich sodann
ist der merkwürdige Wegfall
der in der Schweiz besonders
blühenden und
individuell gehaltenen
Pastell- und Aquarellmalerei
, sowie vor allem der
Graphik! Qualitativ vorzüglich und instruktiv dagegen
ist das reiche Bildmaterial gestaltet, wenn
I
Graber, Hans. Schweizer Maler.
Blaue Bücher des Verlages Karl Robert
OSKAR KOKOSCHKA
DOPPELBILDNIS
XXVI. Ausstellung der Berliner Secession
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