Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 480
(PDF, 174 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_27_1913/0574
PROFESSOR FRANZ SIMM
feierte am 24. Juni seinen
60. Geburtstag

Vorzug. Der zweite
liegt darin, daß ein
Freund über den
Freund schreibt, ein
Landsmann über
den Landsmann, ein
Maler über den Maler
. Die in jahrelangem
intimem Umgang
beobachtete
und erfaßte Persönlichkeit
Weltis wäre
in der Arbeit eines
Kunstschriftstellers
z. B. kaum je so le-
bendigund plastisch
vor uns erstanden,
völlig zu schweigen
vom rein Technischen
, dem der Maler
Lehmann naturgemäß
sein ganz besonderes
Interesse zuwenden konnte. Lehmann
zeigt sich aber auch im übrigen sehr wohl orientiert
. Leben und Schaffen gehen in seiner Biographie
Hand in Hand, in streng chronologischer
Ein- und Anordnung schlicht und klar erzählt
und mit beständigem Hinweis auf die jeweiligen
gegenseitigen Wechselbeziehungen und Einflüsse
von außen. Dazu die zahlreichen vortrefflichen
Abbildungen nach bisher unbekanntem Material,
die auf Schritt und Tritt den Text veranschaulichen
und ergänzen helfen.

Geistiges und
künstlerisches
München in Selbstbiographien
. Herausgegeben
von W. Zils-
München. Max Kellerers
Verlag. Preis
gebunden 6 M.

Im Jahre 1834 gab
Adolf von Schaden ein
„GelehrtesMünchen"
heraus, dem Hitzigs
„Gelehrtes Berlin"als
Vorbild diente. Nach
fast 80 Jahren erhält
Schadens Werk durch
den Schriftsteller W.
Zils eine Fortsetzung,
die für unsere Leser
deshalb besonders interessant
sein wird,
weil viele ersteMünch-
nerbildende Künstler
als Mitarbeiter erscheinen
, indem sie
ihre oftamüsantzu lesenden
Selbstbiographien
beisteuern. So
wird diesesWerkauch
für die Freunde der
bildenden Kunst
als wertvolles Quellenwerk
sich erweisen
. Im Anhang ist
eine Uebersicht über
die Münchner Verleger
und die Münchner
Presse gegeben.

richard langer ruhende sackträgerin (holz)

XXVI. Ausstellung der Berliner Secession

PERSONAL-NACHRICHTEN

MÜNCHEN. Am 24. Juni feierte Franz Simm seinen
60. Geburtstag. Der Künstler ist den Lesern
unserer Zeitschrift längst kein Fremder mehr,
brachte sie doch bereits in den ersten Jahrgängen
Reproduktionen von Kabinettstücken seiner Kunst,
wie sie auch in der Folgezeit noch manches von
Simm veröffentlichte, und Friedrich Pecht des Meisters
Wirken und sein Leben in einem Artikel im
Juniheft 1896 würdigte. Rein äußerlich betrachtet,
war das ehrliche Schaffen Simms von den schönsten
Erfolgen gekrönt. Auf die Karl Ludwig-Medaille
Wien (1889), II. Goldene Medaille Berlin (91),
Medaille Chicago (93), Verleihung des Professorentitels
(94), folgten 1897 die II. und 1905 die I. Goldene
Medaille München und eine ganze Reihe künstlerischer
Auszeichnungen auf ausländischen Ausstellungen
. 1892 kaufte der preußische Staat „Das Duett"
für die Nationalgalerie in Berlin, 1899 der bayerische
„Die Malstunde" für die Neue Pinakothek. Die
Graphische Sammlung München besitzt elf Handzeichnungen
, die Galerie in Weimar das „Liebhaberkonzert
". Weiteres aufzuführen verbietet der Raum.

Galten diese Auszeichnungen und Ankäufe für
die Staatsgalerien in erster Linie dem pikanten Detailmaler
Simm, so wurden seine zahlreichen Illustrationen
— in den letzten Jahren meist in den
„Fliegenden Blättern" — von seinen vielen Verehrern
immer warm aufgenommen. Zwischendurch
reizte es den vielseitigen Künstler immer wieder,
große Flächen zu bewältigen. Sein Haus in Schwabing
zeigt eine wohlgelungene
Madonna.
Mögen dem Künstler
, der im vergangenen
Jahre durch
den Tod seiner Gattin
und treuen Gehilfin
einen herben Verlust
erlitt, noch manche
von Erfolg gekrönte
Jahre des künstlerischen
Schaffens beschieden
sein. w. z.

GESTORBEN: In
Jena im Alter
von 26Jahren an einer
Blutvergiftung, die er
sich aufeinerStudien-
reise zugezogen hatte,
der Berliner Maler
Hans Bruch, ein
Sohn des berühmten
Berliner Komponisten
Max Bruch; in
Dachau der Landschaftsmaler
Georg
Flad im Alter von
60Jahren. Geborener
Heidelberger, war
Flad Schüler von
Dücker in der Düsseldorfer
Akademie
und ist dann in den
späteren Jahren fast
ausschließlich in Dachau
tätig gewesen.
Der Münchener Se-
cession gehörte er seit
ihrer Gründung an.

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