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( heim Diez und Leibi als Ausgangspunkt und
) die französische Malerei mit Manet, Cezanne
S und Van Gogh. Ich meine hier die Träger
j der Namen ausschließlich als die stärksten
) Repräsentanten einer Anschauung. Und es
( ist nun immer wieder interessant, diese vielen
l Spielarten zwischen diesen beiden Anschau-
( ungen auf unseren Ausstellungen zu beobachten
) und an jeder einzelnen die Tradition und den
( individuellen Einschlag zu verfolgen.
) Daß man sonst mit größter Toleranz allem
J Parteiwesen aus dem Wege ging, ist für das
) Unternehmen von größtem Vorteil; und ich
) meine, es hat dadurch wirklich eine gewisse
j Popularität erlangt und damit für Leipzig eine
: erzieherische Mission erfüllt.
( Den Geist der Diez-Schule veranschaulicht
\ eine stattliche Zahl von Studienköpfen, Porträts
j und Figurenbildern. Fast alle Namen, die zu
späterer Bedeutung gekommen sind, finden wir
\ hier vereinigt: voran Wilh. Diez selbst, dann
| Theod. Alt, Chase, Löfftz, Wilh. Dürr,
' Art. Langhammer, Leibl,Schuch,Trübner,
F. v. Uhde, Albert v. Keller, H. v. Habermann
, Corinth u. v. a. Wilh. Diez bedeutet
tatsächlich nicht bloß für München den Vater
| der gesunden Weiterentwicklung unserer Ma-
S lerei. — Sonst hat sich das gegenwärtige, das
) jüngere München an der Ausstellung nicht son-
I
W. SCHOCKEN
TOTENWACHE
Künstlerbundausstellung Mannheim
MAX RAPPAPORT <® BILDNIS EINER SCHAUSPIELERIN
Künstler bundausstellung Mannheim
derlich lebhaft beteiligt. Die Bilder von Leo
Putz „Am Wasser" und „Toilette" fallen neben
wirklich koloristisch vertieften und vornehmen
Leistungen sehr ab. Dagegen lernt man Max
Feldbauer recht schätzen. Mit zwei sehr schönen
Werken lernt man Julius Hess in Leipzig
zum erstenmal kennen. Er stellt eine gute Legierung
der Münchener und Pariser Schule
dar. — Die Berliner Kunst ist gut vertreten,
und zwar aus allen Lagern mit den besten
Namen: Max Liebermann, Corinth, Balu-
schek, O. H. Engel, Beckmann, Th. v.
Brockhusen, Rud. Grossmann, Hagemeister
, Ulrich Hübner, v. Kardorff, Linde-
Walther, Art. Kampf, Orlik, Wald. Rös-
ler, Hugo Vogel, Max Pechstein u. v. a.
Zwei Künstler möchte ich hier aber besonders
hervorholen, weil ihre Werke zum erstenmal
in meinen Gesichtskreis treten, und weil
sich in ihnen zugleich neue Werte unverkennbar
ankünden (wie bei Moritz Melzer), oder
in denen neue Anschauungen bis zu einer gewissen
Vollendung verarbeitet sind (wie bei
Max Neumann). In den Werken Moritz Melzers
sehe ich den Ausgangspunkt einer Freskomalerei
größten Stils. Die Gestaltung der
Rahmen scheint mir anzudeuten, daß der Künstler
selbst schon diese Bilder mit diesem Endzweck
konzipiert hat. Die Werke zeigen alle
Vorbedingungen dieser großen Zweckbestim-
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