Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 501
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carl strathmann

der hl. franz von assisi

Künstlerbundausstellung Mannheim

erleichtert. Die Ausstellung, die diesen Namen verdienen
soll, die mehr sein soll als nur eine Ueber-
sicht über die Jahresproduktion, erfordert in erster
Reihe die organisatorische Kraft eines erfahrenen
Leiters. Es ist nicht erforderlich, daß er ein Künstler
ist, und die Erfahrung zeigt, daß es nicht einmal ersprießlich
ist, ebenso wie die Museumsleitung zum
Heile der Allgemeinheit den Künstlern genommen
wurde. Gerade die Ansätze zum Besseren innerhalb
der jetzigen Ausstellungen, in denen die einzuschlagende
Richtung klar wird, zeigen aufs deutlichste, woran
es dem Ganzen immer wieder fehlt. Nicht die
unbegreiflichen Mißgriffe der Jury, die Sabine Reickes
„Tanzprobe" und die plastische Ungeheuerlichkeit
von Max Essers „Stachelschwein" zuließ, um nur
Extreme zu nennen, sind schuld daran, daß viele
respektable Leistungen nicht zu ihrem Rechte gelangen
, sondern der Mangel an durchgängiger Gliederung
der Massen, der es dem Besucher ermöglichte
, das Ganze zu übersehen, und die entschiedene
Stellungnahme, die sich vor allem darin aussprechen
müßte, daß der Beschauer, ohne selbst es zu
wissen, auf einen bestimmten Weg gewiesen wird,
das Wesentliche zu finden. Es ist noch immer
nicht gelungen, rein äußerlich dem Glaspalaste den
Charakter des Labyrinthes zu nehmen, trotzdem man
auch in diesem Jahre wieder nicht an Ein- und Umbauten
sparte. Klare Grundrißdisposition wäre hier
zuerst erforderlich. Dann müßte es möglich sein,
einmal eine Ausstellung zu bauen, wie es diese

hätte sein sollen, einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert
reichen Schaffens, mit dem man wohl
die weiten Säle des Hauses hätte füllen können,
ohne die Jubiläumsausstellung mit der üblichen
Jahresausstellung zu verquicken, wie es sehr zum
Schaden des Ganzen diesmal noch geschehen ist.

Glaser

VERMISCHTES

DRESDEN. Eine Gedenksäule für den verstorbenen
Architekten, ehemaligen Professor der
Architektur an der Dresdener Kunstakademie, Con-
stantin Lipsius, wurde am 15. Juni in Dresden
mit schlichter Feier enthüllt. Es ist eine Säule in
Sandstein, die oben mit einem Putto gekrönt ist,
der einen architektonischen Entwurf mit dem Griffel
aufzeichnet, während die Säule selbst dieWidmungs-
inschrift aufweist. Die Säule, die an der Ecke der
Lipsiusstraße und der Stübelallee steht, ist ein wohl-
gelungenesWerk des Görlitzer Architekten Professor
Michel. Ein sehr glücklicher Gedanke, der von
dem Dresdener Architekten Schümichen ausging,
ist damit zum ersten Male verwirklicht worden.
Hoffentlich findet dieser künstlerische Straßenschild
recht viel Nachahmung.

SAARBRÜCKEN. Am 1. Juni isthier das von dem
Berliner Bildhauer Professor Fritz Klimsch
geschaffene Kriegerdenkmal enthüllt worden; wir
geben S. 503 u. 504 Abbildungen des Werkes. Vor-

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