Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 502
(PDF, 174 MB)
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züglich den Verhältnissen des Saarbrücker Platzes,
auf dem es steht, angepaßt, hat das einen prächtigen
Bronzereiter auf sich bäumendem Pferd zeigende
Denkmal eine Höhe von 6m und dazu die etwas unter
Lebensgröße ausgeführte Figur von etwa 71/? m.
Eine Vergoldung der Schmuckteile der Figur unterstützt
noch die Wirkung des Werkes. Den Aufbau
des Sockels ziert vorne ein Adler mit der Aufschrift
: „Zur Erinnerung an die treue Wacht des
7. Ulanenregiments 1870".

STETTIN. Am 23. Juni wurde das neue, von
Stadtbaurat Meyer erbaute Stadtmuseum (Abb.
S. 504) seiner Bestimmung unter der Direktion Dr.
"Walter Riezlers übergeben. Das Museum, welches
mit einem Kostenaufwand von 1300000 Mark, die
ganz allein durch Vermächtnisse Stettiner Bürger
aufgebracht wurden, errichtet ist, ist sehr schön auf
der Hakenterrasse gelegen, mit weitem Blick hinaus
ins Odertal. Die Sammlungen sind sehr vorteilhaft
untergebracht, und zwar befinden sich im Erd- und
Untergeschoß die Sammlungen der Gesellschaft für
pommersche Geschichte und Altertumskunde; im ersten
Stock Ausstellungsräume für die naturwissenschaftliche
Abteilung; in der Umgangshalle und in
der nördlichen Hälfte des ersten Geschosses ist die
Skulpturensammlung und das Antiquarium untergebracht
, im zweiten Stockwerk die modernen Skulpturen
, Gemälde und kunstgewerblichen Sammlungen
; ferner befinden sich hier ein Lesesaal, eine
Ausstellung für graphische Künste und die Kupferstichsammlung
.

ZÜRICH. Hans Sandreuter- Nachlaß - Ausstellung
. Zwei Umstände fallen an der schönen
Nachlaß-Ausstellung des Baslers Hans Sandreuter
(1850—1901) im Zürcher Kunsthaus auf; zunächst:
daß zwölf Jahre seit seinem Hinschied verstreichen
mußten, bis diese Huldigung zustande kam, alsdann
aber: daß trotz dieses Zeitraums und der bereits
zu Lebzeiten des Malers anerkannten Meisterschaft
seiner Kunst eine derartige Fülle ihrer Schöpfungen
in einer Hand: in der seiner Witwe, vereint bleiben
konnte. Ueber dreihundert Nummern umfaßt die
sehenswerte Kollektion: Oel- und Temperabilder,
Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen, Steindrucke,
Holzschnitte; fertige Arbeiten, Entwürfe, Studien
und Skizzen. Ein Vergleich mit Albert Welti, dessen
Nachlaß vor einem Jahre an gleicher Stelle gezeigt
wurde, liegt nahe, drängt sich lebhaft dem
Betrachter auf. Beide sind sie im besten Mannesalter
, Sandreuter mit 51, Welti mit 49 Jahren, dem
Leben entrissen worden. Beide waren sie Böcklin,
ihrem großen Lehrer, tributpflichtig, hatten sie
Mühe, sich seinem starken Einfluß zu entwinden.
Und beide sind sie schließlich zu unabhängiger


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