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JOSEF ZEITLER
BÜSTE DER FRAU DES KÜNSTLERS (BRONZE)
Große Kunstausstellung Stuttgart
bilder: „Morgenrot", „Plänkler", „Abschied",
um ein wirkungsvolles Werk vermehrt. Ein
weiterer Pferdemaler unserer Stadt, Chr.
Speyer, hat eine in lichten Farben erklingende,
sehr große „Reiterin" (Abb. S. 525) gebracht,
während wir von Carlos Grethe zwei seiner
in dem dumpfen Rhythmus harter Arbeit ertönenden
Szenen aus dem Leben der Nordseefischer
mit den schweren, mächtig ausholenden
Bewegungen sehen. Und mit ähnlicher
Wucht sind die „Steinbrecher" von
Friedrich Keller gestaltet, die den schweren
Steinblock auf niederem Karren heraufziehen.
Bei Amandus Faure und Theodor Lauxmann
darf man von Ueberraschungen sprechen. Faure
, der Maler der Fahrenden Leute und der
fürchterlichsten Apachenhöhlen von Paris und
Neapel ist in die reinere Region des Hoftheaters
emporgestiegen und bringt, unseren
trefflichen Tenhaeff als Malvolio in sehr großer
Darstellung, und in sehr effektvoller dazu. Er
läßt das Rampenlicht aufstrahlen, die Strahlen
fangen sich in Gesicht und Halskrause, man ist
geblendet und setzt sich über die nicht ganz
überzeugende Charakteristik und einiges andere
gerne hinweg. Eine noch größere Ueberraschung
bringt der weiteren Kreisen bis jetzt kaum bekannt
gewordene Th. Lauxmann mit seiner
großen „Bauernhochzeit auf der Alb" (Abb.
S. 512). Nach diesem trefflichen Werke mit seinen
wohlgelungenen Bauerntypen und seinerMalerei,
in der die kräftigen Lokaltöne gut zusammengehalten
sind, möchte man annehmen, daß
Lauxmann für unser schwäbisches Bauernvolk
das werden könnte, was K. Bantzer für das
hessische geworden ist. Viel bewundert von
den Malern werden die beiden Bilder „Kasperl-
theater" und „Elefanten* von H. Molfenter,
dem wohl stärksten Talent unserer heranwachsenden
Generation. Insbesondere seine
Elefanten gehören in ihrem prachtvollen Farbenglanz
zum schönsten, was die Ausstellung
an Malerei bringt. Auch der Haugschüler
August Köhler gehört mit seinem frisch
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