Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 526
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ADOLF HOLZEL

NACH STURM UND REGEN (ZEICHNUNG)
Große Kunstausstellung Stuttgart

im Betrag von 80000 M zur Verfügung steht,
ist es gelungen, fast von allen unseren ersten
deutschen Meistern einige und zwar meist charakteristische
Arbeiten zu erhalten. Die extremsten
modernen Richtungen wurden von
vornherein ausgeschlossen; minderwertige Leistungen
sind nur in ganz verschwindender Zahl
hereingekommen. Im Mittelbau des Schlosses,
dessen Gewölbe ein Deckengemälde (Ornamente
und Silhouetten, die an antike Vasenmalereien
anklingen) nach den Entwürfen
der Kasseler Akademieprofessoren v. Tettau
und A. Wagner erhalten hat, befinden sich
einige bedeutende Werke der Plastik: Die gewaltige
Bronzebüste Bismarcks von Adolf
v. Hildebrand, der monumentale eherne Reiter
von H. Hahn, eine für die Freitreppe des
neuen Landgerichtsgebäudes in Greiz geschaffene
Sandsteinfigur eines nackten sitzenden
Mannes von dem ehemaligen Taschner-Schüler
Hans Sautter-Kassel, ein Werk von eigenartiger
strenger Formengebung. Ferner sind
hier zwei neue, aber wenig erfreuliche Bildnisbüsten
des Kaisers und der Kaiserin von
Brütt, Arbeiten von Klinger, Hoetger,
Behn, Elkan, A. Rechberg, Arthur Volkmann
u. a. aufgestellt. In zwei Sälen trifft man

die Vertreter der bisherigen Berliner Secession:
Slevogt, Liebermann, Lovis Corinth, Hübner
, Dora Hitz, Emil Rudolf Weiss, Max
Beckmann, Fritz Rhein u. a. Je zwei Räume
haben ferner München (Stuck, Gröber, Erler
, Strathmann, Zumbusch, Firle, Cipri
Bermann, Dill, Schramm-Zittau usw.) und
Düsseldorf (Junghanns, Kohlschein, Liesegang
, Eugen Kampf, Max Stern, W. Ophey
u. a.). Bescheidener sind — was die Zahl der
Werke betrifft — Hamburg (Graf Kalckreuth),
Königsberg (Dettmann) und Frankfurt a. M.
(Steinhausen, Nussbaum) vertreten, stärker
Weimar, Dresden, Karlsruhe, Stuttgart und
Darmstadt. Der Kunst der engeren hessischen
Heimat ist naturgemäß ein besonders breiter
Raum gewährt worden, doch war die Auswahl
streng, und die Beteiligten durften nicht mehr
als je drei Gemälde einliefern. Allein Bantzer
machte eine Ausnahme. Man war mit Erfolg bemüht
, seine besten Arbeiten in möglichst großer
Zahl zu gewinnen. Unter anderem ist sein bekannter
„Hessischer Bauerntanz" zur Stelle.
Der Kreis der Hessen-Kasseler Künstler ist übrigens
— was hier auch zum Ausdruck kommt —
durch den neuen Direktor der Akademie, Hans
Olde, erweitert worden, der bedeutenden Zu-

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