Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 532
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dafür reserviert worden; in ihnen können jedesmal
mehrere Künstler einen Monat lang eine
größere Zahl ihrer Werke und Studien zeigen.

Es ist nicht der Zweck dieses Berichtes
einen Ueberblick über die ganze Beschickung
.der Ausstellung zu geben; vieles, was in diesen
Blättern bereits gezeigt und erwähnt worden
ist, müßte wiederholt werden. Eine Beschränkung
auf Düsseldorf erscheint deshalb am Platze;
aber auch hier liegt nicht die Absicht vor,
längstbekannte Namen in den Vordergrund zu
stellen, sondern vorwiegend das aus dem großen
Ganzen herauszuheben, was an dieser Stelle
als neue Bekanntschaft vermittelt werden kann :
Jung-Düsseldorf.

Die Grenze zu ziehen zwischen Jung und
Alt ist hier nicht so ganz einfach, denn merkwürdigerweise
scheint sich auf dieser Ausstellung
alles verjüngt zu haben. Gerade die
Künstler — Landschafter wie Figurenmaler —,
die man nicht mehr zu den jüngsten zählen kann,

deren Schaffen in dieser Zeitschrift seit ein
oder zwei Jahrzehnten bereits verfolgt worden
ist, sind aus dem farbenfröhlichen Jungbrunnen
der Zeit mit einer Frische hervorgegangen,
daß man wohl sagen kann, bei ihnen liegt der
Schwerpunkt der Düsseldorfer Malkunst.

Zu ihnen gesellt sich der Nachwuchs. Daß
bei ihm nicht reifste Kunst zu erwarten ist,
daß im Aufbau, in der Struktur des Bildes,
manches zu wünschen übrig bleibt, nun das
ist gerade auf Düsseldorfer Boden, wo den
Wirklichkeitsschilderungen zuliebe die „Architektur
" des Bildes lange Zeit allzusehr vernachlässigt
worden ist, begreiflich. Gewisse
Ansätze sind jedoch da, die erwarten lassen,
daß auch nach dieser Seite hin ein Umschwung
eintreten wird.

Sogar die große Historie, ehemals das Paradestück
der Düsseldorfer, ordnet sich den wiedererkannten
Gesetzen der Wandmalerei unter.
Versuche, wie die von Walter Corde und

THEODOR FUNCK

Große Kunstaasstellung Düsseldorf

MÄDCHENAKT

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