Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 562
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hugo vogel

HEIMKEHRENDE OCHSEN

Münchner Glaspalast 1913

Max, Gaisser, Petersen, Papperitz, Schildknecht
, um nur diese Namen zu nennen, findet
man einen jüngeren Nachwuchs mit achtunggebietendem
Können. Auch aus anderen Kunststädten
sieht man tüchtige Leistungen der Alten
und Jungen, so z. B. den poetischen Vorstadtgarten
im Frühling von dem Dresdener Claudius
(Abb. S. 554).

Die wesentlich kleinere Luitpoldgruppe führt
ihren alten Stab ins Treffen. Fritz Baer erscheint
mit zwei großen Gebirgslandschaften,
Exter mit einer seltsamen „Herodias". Der
talentvolle B. Steinmetz sandte zwei effektvolle
Arbeiten, ebenso Brüne, welcher auf sein
„Picknick", das besonders auf eine feine Verteilung
der Farbwerte hin gemalt und gesehen
wurde, die I. Medaille erhielt (Abb. geg. S. 553).
Schnackenberg überrascht mit dem dekorativgehaltenen
großen Bildnisse des Aviatikers
Lindpaintner (Abb. S. 570). Unter den Landschaftern
fallen besonders noch Heider und le
Suire und Ubbelohde auf. Eine amüsante
Engelswiese steuerte Hammer bei, Ludwig Putz
ein Militärbild, Gerhard sein Selbstporträt.

In der anschließenden Gruppe der Bayern
findet der Besucher das große, rein dekorative

Gemälde von Fritz Kunz, eine Madonna mit
Heiligen, die sicherlich für einen bestimmten
Zweck, als Ersatz der Wandmalerei gedacht
ist. Unter den weiteren Künstlern sind besonders
Liebermann, Blos, Urban, Bartels,
Hoch und Sieck hervorzuheben.

Recht gut nimmt sich die Secession*) aus, die
den rückwärtigen Trakt mit sieben Sälen und
einem eigenen Bildhauersaal einnimmt. Ihre
eigentliche Stärke beruht in den Persönlichkeiten
der Gründer, von denen die meisten charakteristische
Werke ihrer Hand beigesteuert haben.
Daneben zeigen sich auch junge Elemente, die
andere Wege suchen und durch manches zu
schönen Hoffnungen berechtigende Werk Interesse
erwecken. Durch die große Anzahl der
Kunstwerke bedingt, läßt sich nur auf allgemeine
Züge hinweisen. Albert von Keller
und Samberger sind besonders gut vertreten,
ebenso auch Richard Winternitz mit einem
famosen Selbstporträt. Die prachtvolle Variante
einer Kreuzigungsgruppe von Stuck nimmt die
Mitte des Hauptsaales ein. Es reihen sich an
Bilder von Hugo v. Habermann, Julius Diez,

*) Die Ausstellung der Secession wird noch in einem besonderen
Artikel gewürdigt werden. Die Red.

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