Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 27. Band.1913
Seite: 566
(PDF, 174 MB)
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Hengeler, Crodel, Tooby, Buttersack. Ein
großes Reiterbild von Angelo Jank scheint für
andere Umgebung geschaffen, es enthält eine
mehr altmeisterliche Note. Mit Kraft und Wucht
schildert L. Herterich eine Kreuzabnahme
aus echt deutschem Naturgefühl heraus. Rich.
Pietzsch sandte ein melancholisches Isarbild,
Schramm-Zittau eine „Waldrestauration",
Schräder-Velgen badende Mädchen und
Buben, von Licht und Luft umflossen. Ein ähnliches
Thema behandelte Ph. Franck. Mehr
durch seine Monumentalgröße als durch innerlichen
Gehalt wirkt die Landschaft mit lebensgroßen
Kühen von Vinnen, mehr durch
Uebertreibung der dekorativen Farbwerte Goossens
in seinem „Karussell"-Bild. Ernste Bestrebungen
sind in den religiösen Bildern von
K. Caspar deutlich erkennbar. Er ringt nach
Innerlichkeit und Vertiefung und es schadet

durchaus nicht, daß er auf der Suche an alte
Meister sich anschließt, wie in der „Pietä".
Mit diesem Maler treten wir in das Gebiet der
stilistischen Versuche ein, von denen bemerkenswerte
Proben vorhanden sind, die abseits
von den ausgetretenen Wegen liegen. Zu nennen
sind noch: C. Schwalbach mit weiblichen
Akten, DuRMmit einem Damenbildnis in Landschaft
, Unold, der dasselbe Thema wählte und
einen glücklichen Mittelweg zwischen Stil und
Naturalismus innehält. Diese moderne Bewegung
ist nichts weiter als ein Hindrängen zur
Reduzierung, zur Vereinfachung. Die Möglichkeiten
hierzu sind unzählige. Auf dem Wege
von draußen durch Auge, Geist und Hand, muß
die Welt vom Künstler umgearbeitet werden,
ob er will oder nicht. Und hier bietet die
„XL Internationale" reichlichen Stoff nach jeder
Hinsicht.

VALENTINO CASAL DIE QUELLE (MARMOR)

Münchner Glaspalast 1913

1

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