Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 74
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BERNHARD PANKOK

DECKE IN DER GARDEROBE

AUSFÜHRUNG: F.ENZ, STUTTGART

1

ihn nicht. — Man nennt das wohl Unruhe
und Nervosität, aber er hat im Grunde ganz
recht. Man kann bei unbewußter Nachahmung,
wenn sie sonst ehrlich ist, meinetwegen ein
Auge zudrücken. Aber man kann kein Prinzip
daraus machen. Unselbständigkeit ist so wie
so die Regel. Was wir brauchen, ist Erfindung
, Neuschöpfung, Beweglichkeit der Phantasie
. Mögen die Architekten, denen nichts
einfällt, einen solchen Künstler auch ablehnen ;
wir sagen: hätten wir nur mehr von dieser
Nervosität!

Pankoks Ornament steht ganz auf dem Boden
der Natur. Sehr mit Recht, denn irgendwoher
müssen die Formen ja kommen. Verschmäht
man die historische Tradition, so muß
man sich an die Natur wenden. Tertium non
datur. Die Natur aber bietet keine geraden
Linien, keine geometrischen Figuren, wenigstens
nicht die Pflanzen, die wir immer vor

Augen haben, nicht die Tiere, die uns umgeben
, und nicht die Menschen, mit denen
wir leben. Und von organischer Anschauung
geht Pankok aus, nicht bewußt nachahmend,
sondern unbewußt anknüpfend, weil er die
Natur kennt, weil er ihre Formenmöglichkeiten
im Kopfe hat, weil er gar nicht anders als
organisch, d. h. im Sinne der Natur schaffen
kann. Er sagt sich wohl mit Recht, daß der
Zweck und das Material, die Technik und die
Konstruktion schon genug gerade Linien, ebene
Flächen und regelmäßige Figuren mit sich
bringen, daß es vielmehr die Aufgabe des
Künstlers ist, die Fläche zu beleben, der Form
einen organischen Charakter zu verleihen.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um
Nachahmung bestimmter Naturformen. Man
wird in Pankokschen Ornamenten niemals
botanisch bestimmbare Pflanzen, zoologisch
nachweisbare Tiere finden. Aber Blätter und

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