Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 85
(PDF, 180 MB)
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BERNHARD PANKOK

mit einem eigenen Gemälde schmücken will,
nicht große Mühe haben, dieses mitten in dem
Fortissimo von Gold und Rot, von Licht und
Schatten zur Wirkung zu bringen? Auch die
goldenen zierlichen Ornamente unter den ruhigen
und feierlichen Fischerbildern Grethes
sprechen für meinen Geschmack zu stark.
Und selbst der Kronleuchter der Diele, dessen
Schönheiten ich nicht verkenne, ist mir zu
unübersichtlich komponiert.

STUCKFRIES DER GARDEROBE (vgl. s. 72)

Aber das mag subjektiv sein, und die Stärke
einer künstlerischen Persönlichkeit spricht
sich ja zum Teil wenigstens darin aus, daß
sie keinen Allerweltsgeschmack hat. Auch
muß man bei einem so originellen und starken
Künstler wie Pankok seine Schwächen mit in
Kauf nehmen. Sie sind die Kehrseite seiner
Vorzüge, und diese sind groß genug, um jene
vergessen zu lassen. Es wäre kleinlich, bei dieser
Fülle der Phantasie nachzurechnen, was

BERNHARD PANKOK TEIL DER TÄFELUNG

AUSF. D.INTARSIEN: GEORG WÜLFEL: DER FRÄSE-ARBEITEN: KGL. LEHR- U.VERSUCHS-WERKSTÄTTEN, STUTTGART

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