Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 194
(PDF, 180 MB)
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A.Stoffel-Benziger

FRITZ MOCK-BASEL

Aufleben versprochen
, wie in der modernen
Ex libris-
Kunst, deren sich
der Sammeleifer in
solch hohem Maße
bemächtigt hat, so
sah man sich in
diesen Erwartungen
enttäuscht. Es ist
seitdem nur wenig
Neues bekannt geworden
, von dem zu
sprechen sich lohnen
würde; hingewiesen
sei auf die
sehr geschmackvollen
, als ornamentale
Rahmungen aufgefaßten
Karten des
Münchener Radierers
Hubert Wilm
(Abb. S. 195).

Auch diekünstle-
rische Ausschmük-
kung von Verlo-
bungs-, Vermäh-
lungs- und Geburtsanzeigen
böte der
Kleingraphik ein
dankbares Arbeitsfeld
, und es ist nur
zu bedauern, daß
gerade für Arbeiten
dieser Art so selten
Künstler herangezogen
werden. Besonders
reizvolle
Lösungen solcher
Aufgaben sind die
gezeichnete Verlobungskarte
Theodor
Gengnagels,

BESUCHSKARTE

HERMANN HIRZEL-BERLIN

HANS VOLKERT

BESUCHSKARTEN

MARCUS
BEHMER

NEUJAHRSKARTE
BESUCHSKARTE

eines Kleukens-
Schülers, und die
frisch und lebendig
empfundene Vermählungsanzeige
Alois Kolbs (Abb.
S. 196). Köstlich in
ihrer strengen, echt
deutschen Stilisierung
ist die radierte
Geburtsanzeige Rudolf
Schiestls
(Abb. S. 196).

Ein weit reicheres
Material bietet sich
demSammler künstlerischer
Glückwunschkarten
, wie
sie Künstler und
Kunstfreunde beim
Jahreswechsel ins
Land schicken;
längst schon sind sie
ein wichtiger Bestandteil
privater
graphischer Sammlungen
geworden.
Aus der schwer zu
übersehenden Fülle
moderner Arbeiten
können wir nur einen
kleinen Teil im
Bilde zeigen und nur
auf einige der wichtigeren
auf diesem
Felde tätigen Graphiker
hinweisen,
ohne damit einen
Anspruch auf Vollständigkeit
zu erheben
. Fast alle bekannteren
Ex libris-
Künstler haben auch

194


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