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PETRUS AUF DEM MEERE
JOHANN THORN-PRIKKER □ AUSFÜHRUNG: GOTTFRIED HEINERSDORFF, BERLIN
sollte jeder stärkere Effekt vermieden werden
im Sinne einer älteren Auffassung, die alles
noch ohne Lebendigkeit der Kontraste harmonisch
ausgleichen wollte. Es mußte daher
auf jede Farbenglut verzichtet werden. Aber
dennoch bleibt dieses Werk in der Monumentalität
seiner Gestalten, in der Wucht der Gebärde
, dem Rhythmus des Lineaments ein
historisches Dokument des neuen Stiles, unvergleichlich
im Eindruck, wie derzeit nichts
Aehnliches geschaffen wurde. Man kann der
Behörde für dieses Werk nicht dankbar genug
sein. Hier endlich werden längst erstorbene
Hoffnungen wieder geweckt. Hier endlich ein
Ausblick neuen Werdens in einem Ressort,
das auf Grund seiner Materie zu den modernsten
gehören sollte, dessen eigentliches Wirkungsgebiet
wie kein anderes noch in der Zukunft
liegt.
Bei den kirchlichen Aufgaben war es dann
möglich, kraftvoller und farbiger vorzugehen.
Wie in den alten Kathedralen sollten die Glasfenster
mit Hilfe der Sonne zu voller Glut
gesteigert werden. Es war eine Kirche ins
Dekorative Kunst. XVI. 5. Februar 1913
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