Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 259
(PDF, 180 MB)
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ARCH. PAUL MEBES-ZEHLENDORF El LANDHAUi PROF. SCHMARJE: HAUPTEINGANG UND PERGOLA

blocks schaffen.*) Und es lassen sich zugleich
auch alle Vorteile des zentralisierten Wirtschaftsbetriebs
für Waschanlagen, Heizung und
Beleuchtung erreichen. Eine weitere Annehmlichkeit
erwächst dem Mieter aus der Anlage
breiter, nach der Straße hin sich öffnender
Höfe und durch die Anordnung von schmalen
Privatstraßen, die den Baublock durchqueren
und ruhige, vom Straßenlärm und vom Durchgangsverkehr
nicht beeinträchtigte Wohngelegenheiten
bieten. In künstlerischer Hinsicht
aber wird durch eine architektonisch einheitliche
Ausbildung der Blockfronten ein für die
städtebauliche Wirkung wesentlicher Faktor gewonnen
. Es lassen sich die Simse in gleicher
Höhe durchführen, die Erkervorbauten und
Loggien können rhythmisch geordnet und planmäßig
mit Beziehung auf die gesamte Block-

*) Vgl. Albert Geßner, „Das deutsche Miethaus",
F. Bruckmann A.G., München. 8 M.

wand verteilt werden, es läßt sich eine korrespondierende
Anordnung der Giebel und Dachaufbauten
erzielen, und schließlich wird auch
eine einheitliche Dachausbildung die Klarheit
der kubischen Erscheinung im Straßenbild
wesentlich fördern helfen.*)

Als Architekt des Berliner Beamten-Wohnungs
-Vereins hat Mebes diese natürlichen
Bauprinzipien bei einer Reihe von Häusergruppen
konsequent durchgeführt, und er hat
dabei für eine latent nur vorhandene Bauidee des
großstädtischen Miethauses in glücklicher Weise
eine architektonische Form gefunden. Bei der
Erschließung, Aufteilung und Durchbildung umfangreicher
Baublocks zu modernen Wohnquartieren
hat sich Mebes als der gewissenhafte

*) Ueber die Einzelheiten dieses städtebaulichen
Problems habe ich ausführlich gehandelt in meiner
Schrift: „Die einheitliche Blockfront als Raumelement
im Stadtbau", Berlin 1911.

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