Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 28. Band.1913
Seite: 310
(PDF, 180 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0371
hard Pankok „Figaros Hochzeit" und „Die )
Entführung aus dem Serail" mit originellen (
Figurinen (Abb. S. 298), für Dresden Fritz (
Schumacher seinen sehr vereinfachten, stilge- (
mäßen „Hamlet". Eine umfangreiche Tätig- (
keit hat G. Wunderwald (Berlin) entfaltet, der (
stark stilisierte Wirkungen erzielt bei Hebbels J
„Herodes und Marianne" und den „Nibelungen",
Strindbergs „Abu Casems Pantoffeln" u. a.

Eine Reihe von Künstlern scheinen in ihren
Entwürfen noch nicht eindeutig geklärt: Isler
(Zürich), Wildermann (Köln), Peter (Frei- |
bürg), Reigbert (Freiburg), Weih (Mannheim). |
Das Ergebnis der Mannheimer Ausstellung ist I
noch dies: das Hervorrücken einiger jüngerer
Bühnenkünstler, etwa des Düsseldorfer Eduard
Sturm, der in einem Zyklus von Radierungen
Craigsche Anregungen verarbeitet und in den <
Entwürfen zu Büchners Rokokospiel „Leonce (
und Lena" originelle Bühnenausschnitte schafft
(Abb. S. 303). In Hamburg hat Ralf Voltmer
für Hagemann farbig kräftige und originelle
Entwürfe zu Gozzis „Turandot" geschaffen,
von denen ein besonders köstliches Blatt auf
Seite 297 abgebildet ist.

Ein starkes Talent, das geschickt gegebene
Anregungen verwertet, aber individuell und
modern umgestaltet, ist Ottomar Starke, der
einige Zeit in Mannheim, jetzt in Frankfurt

iL.

HEINR. LEFLER □ FIGURINE ZU „ERASMUS MONTANUS"
Oesterr. Theaterkostüm- und Dekorations-Atelier, Wien

Stern!) und Holbergs „Erasmus Montanus"
(Abb. S. 310) schließen sich an. Kolo Mosers
Bilder (besonders zu Hebbels „Genoveva")
haben stark dekorativen und architektonischen
Charakter; in H. Bahrs „Prinzip" bringt er
eine stilgerechte Wiener Möbeleinrichtung auf
die Bühne. Die Entwürfe zu Bittners „Bergsee"
wirken allzu illustrativ. Wimmer ist originell
und kühn im architektonischen Aufbau (z. B.
des „Hamlet"), entgeht aber nicht der Gefahr
des Ueberwiegens des bildnerischen Eindrucks.
L. F. Grafs „Fidelio"-Bilder zeigen einereiche
Farbigkeit und wirksame Konturen (Abb. S. 309).

Entscheidende Anregungen in der Bühnenkunst
gab Fritz Erler in seinen bekannten
Entwürfen für den „Faust" und „Hamlet",
die dem Münchener Künstlertheater vor
einigen Jahren die künstlerische Weihe
gaben; die Terrasse des „Hamlet" und die
Domszene sind auch heute noch wirksame
Bilder. In der bizarren Gegenüberstellung von
Menschen und Raum hat R. Engels eine originelle
Wirkung erreicht in seinen Entwürfen
zu Cervantes Wundertheater. Ferdinand
Götz in München hat Figurinen zu Schillers
„Kabale und Liebe"geschaffen. Für Leipzig hat
Hugo STEiNER-Prag „Carmen" und „Donjuan"
farbig interessant inszeniert, für Stuttgart Bern-

E. STERN □ DER SCH NEIDER AUS „ARIADNE AUF NAXOS"
Copyright by Adolf Fürstner, Berlin und Paris

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