http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_28_1913/0373
knut strom und rochus gliese-tempelhof □ figurinen zu. hofmannsthal, „das kleinewelttheater'-
Und von hier aus gewinnt man auch eine verständnisvolle
Würdigung jener sensiblen Figurinen
, deren puritanische Linienstrenge und
bizarre Phantastik ihre starken Reize hat, der
Figurinen von A. Rothenstein und Norman
Wilkinson (Abb. S. 311), die beide für Gran-
ville Barker in London tätig sind. Sie stehen
fast gegensätzlich zu der exotischen Pracht
Leon Baksts. Von jüngeren Berliner Künstlern
ragen Rochus Gliese und Knut Ström
hervor; sie haben Bilder zu Shakespeares
„Macbeth" geschaffen, die in ihrer straffen
Gruppierung und leuchtenden Farbigkeit einzig
dastehen (Abb. S. 305). Entwürfe zu Hofmannsthals
kleinen Dramen treffen überzeugend
den starken Gefühlston dieser Dramo-
lets, deren Figurinen die gleichen Klänge enthalten
(Abbildungen auf dieser Seite).
Dergestalt enthüllt sich uns das Gesicht der
neuen Bühnenbildkunst. Dr. W. F. Storck
knut ström und rochus gliese-tempelhof □ figurinen zu schiller, „waldensteins lager" j
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